Erlkönige

BMW schickt Prototypen des neuen 3er zur Bewährungsprobe auf die Nordschleife

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BMWs 3er ist seit nunmehr sechs Generationen der Fahrspass-Garant unter den Mittelklasse-Limousinen. Wer sich diesen Ruf über Jahrzehnte erarbeitet hat, gibt ihn natürlich ungern her. Und so verwundert es kaum, dass sich das Vorserienmodell der kommenden Neuauflage auf einem ganz besonderen Terrain beweisen muss. © 1&1 Mail & Media / CF

Gemeint sind natürlich die einzigartigen Kurven, Verwerfungen und Bodenwellen der über 20 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings.
Der intern unter dem Kürzel G20 geführte Münchner muss dabei nicht nur seine Haltbarkeit, sondern auch ein Höchstmass an Performance unter Beweis stellen.
BMW selbst bezeichnet die fahrdynamischen Abstimmungs- und Erprobungsfahrten als eine der entscheidenden Etappen auf dem Weg zum Stapellauf des Serienmodells.
Im Vergleich zu seinen Vorgängern soll die nächste Generation in Sachen Sportlichkeit nicht nur das Erbe weiterführen, sondern sogar noch einen draufsetzen.
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, haben die Ingenieure im Entwicklungsprozess an vielen kleinen und grösseren Stellschrauben gedreht.
So soll BMW zufolge etwa der Schwerpunkt der Limousine um 10 Millimeter weiter Richtung Asphalt gewandert sein.
Ausserdem soll das Gewicht im Vergleich zur aktuellen Baureihe um bis zu 55 Kilo geringer ausfallen.
Hinzu kommt eine perfekt ausgewogene Achslastverteilung von 50 : 50 und eine verbesserte Steifigkeit von Karosserie und Fahrwerk.
Der Querdynamik extrem zugutekommen dürften auch die nochmals gespreizte Spur (+30 mm) und die erhöhten Radsturzwerte.
Trotz seiner Auslegung als die Sportlimousine im Segment soll der neue Dreier keinesfalls unkomfortabel ausfallen. Um das zu gewährleisten, setzt BMW unter anderem auf ein innovatives Dämpfersystem samt zusätzlichem Kolben.
Zur Überprüfung der gewählten Massnahmen hatte der Testwagen ein amtliches Programm rund um die Nürburg abzuspulen.
An der Motorenfront soll vor allem der von Grund auf überarbeitete Vierzylinder im Rampenlicht stehen – BMW verspricht hier den stärksten Reihenvierer, der jemals in einem Serien-BMW zum Einsatz kam.
Gleichzeitig soll das Aggregat um fünf Prozent niedrigere Verbrauchswerte als der Vorgänger aufweisen. Dank Otto-Partikelfilter erfüllt der Motor natürlich auch die Euro-6d-Temp-Abgasnorm.
Ob der neue Dreier seine Reifeprüfung in der „Grünen Hölle“ erfolgreich bestehen konnte, erfahren wir spätestens im kommenden Frühjahr.
Dann nämlich läutet BMW voraussichtlich den Marktstart des Volumenmodells ein.
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