Stress ist ungesund und kann im Auto zudem für eine erhöhte Unfallgefahr sorgen. Genau deshalb ist auch so wichtig, ihn hinter dem Steuer zu vermeiden. Da nicht jeder Mensch gleich stressresistent ist, nehmen manche Autofahrer ihn auch weniger wahr. Falls auch Sie sich künftig weniger gestresst fühlen wollen, haben wir hier ein paar Tipps für Sie zusammengetragen.

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Die Ursachen für Stress im Auto sind vielfältig. Das rücksichtslose oder falsche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer kann ebenso ausschlaggebend sein, wie der eigene Fahrstil.

Aus diesem Grund ist eine entspannte, rücksichtsvolle und vorausschauende Fahrweise ein besonders wichtiger Faktor.

Wir zeigen Ihnen aber auch Wege, wie Sie Ihr individuelles Stressniveau gegebenenfalls schon vor Beginn der Fahrt senken können.

Wertvolle Tipps, wie die Urlaubs-Anreise mit Kindern nicht zur nervlichen Strapaze für die Eltern wird.

Frust, Ärger oder Trauer nicht mit ins Auto nehmen

Grundsätzlich gilt: Sie sollten schlechte Stimmung nach Möglichkeit nicht mit ins Auto nehmen. Der Ärger auf der Arbeit sollte also auch genau dort bleiben.

Als Autofahrer sollten Sie deshalb versuchen, das Fahrzeug wie eine Art "Schleuse" zu sehen. Bevor Sie losfahren könnten Sie zum Beispiel für wenige Minuten etwas Interessantes lesen, um schnell auf andere Gedanken zu kommen.

Schwieriger ist es jedoch, bestimmte belastende Situationen auszublenden, die naturgemäss oft länger anhalten. Emotionen wie Liebeskummer oder Trauer einfach so auszublenden, fällt vielen Menschen schwer. In solchen Fällen tut möglicherweise ein ausgiebiger Spaziergang vor Fahrtantritt gut.

Eine unterhaltsame Radiosendung kann während der Fahrt ein wirksames Mittel zur Ablenkung von Ihren Sorgen sein. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass Ihre Aufmerksamkeit im Strassenverkehr nicht darunter leidet.

Fahranfänger und unsichere Autofahrer sollten indes lieber auf solche Ablenkungen verzichten. Auch lärmende Mitfahrer senken die Aufmerksamkeit bei unerfahrenen Verkehrsteilnehmern. In Kombination mit fehlender Souveränität am Steuer sorgen solche Dinge für zusätzlichen Stress.

Gut vorbereitet sein

Insbesondere bei langen Fahrten mit dem Auto ist eine gute Vorbereitung wichtig für entspanntes Reisen. Dazu gehört vor allen Dingen bei unbekannten Routen eine gründliche Streckenplanung.

Kalkulieren Sie Ihre benötigte Reisezeit grosszügig. Damit können Sie unterwegs aufkommendem Zeitdruck wirksam vorbeugen.

Rechnen Sie schon vorab mit Verkehrsbehinderungen, auch wenn diese nicht für Ihre Strecke gemeldet sind. So bleibt Ihr Stresspegel bei unerwarteten Staus niedriger.

Ausserdem ist es bei längeren Fahrten empfehlenswert, ausreichend Pausen zur Entspannung einzuplanen. Dies gilt umso mehr, wenn Sie mit Kindern reisen.

Der ADAC empfiehlt, etwa alle eineinhalb Stunden zumindest eine kurze Pause zu machen. Nutzen Sie diese zum Stressabbau, indem Sie zum Beispiel ein paar Lockerungsübungen machen.

Vorausschauend fahren

Unterwegs ist eine vorausschauende und rücksichtsvolle Fahrweise das A und O, um verkehrsbedingte Stresssituationen zu vermeiden. Halten Sie immer den nötigen Sicherheitsabstand ein und rechnen Sie mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer.

Machen Sie sich vorher bewusst, dass niemand perfekt ist. So können Sie etwaige Fahrfehler der übrigen Autofahrer eher wie eine Bestätigung sehen, anstatt sich darüber gross aufzuregen. Egal wie es klingt: Tiefes Durchatmen kann in so einem Moment helfen.

Prägen Sie sich das folgende Motto ein und rufen Sie es sich bei aufkommendem Stress in Erinnerung: "Überall und jederzeit, Ruhe und Gelassenheit."

Erfahrung kommt vom Fahren. Umfangreiche Fahrpraxis erleichtert es, selbst unübersichtliche Verkehrssituationen korrekt zu erfassen und darauf angemessen, aber entspannt zu reagieren.

Fahrsicherheitstraining ist hilfreich, um auf gefährliche Situationen (zum Beispiel Aquaplaning oder Ausweichen bei hohem Tempo) vorbereitet zu sein und so das generelle Stressempfinden am Steuer zu senken.  © 1&1 Mail & Media / CF

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland mehr Stau als je zuvor. Das belegt die ADAC-Staubilanz 2018. Insgesamt 745.000 Staus plagten die Autofahrer auf deutschen Strassen. Das sind im Schnitt mehr als 2.000 pro Tag und ein Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.