Wer viel mit dem Auto fährt, verbraucht jede Menge Sprit. Das wirkt sich vor allem auf den Geldbeutel und die Umwelt aus. Wir verraten Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie am besten Sprit sparen können.

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Das Klima wandelt sich und der Mensch trägt jeden Tag dazu bei. Besonders Autos sind an der Verschmutzung der Umwelt beteiligt: Tatsächlich machen sie 60,7 Prozent der CO2-Emissionen des Strassenverkehrs in Europa aus.

Dabei ist es eigentlich sogar recht einfach, seinen Pro-Kopf-Verbrauch zu senken. Aber wie können Sie am besten Sprit sparen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ein paar einfachen, aber sehr wirksamen Tricks ihren Verbrauch minimieren.

Motor ausmachen

Ob beim Bäcker, am Briefkasten oder an der roten Ampel: Steht das Auto länger als ein paar Sekunden, empfiehlt es sich, den Motor auszuschalten und nicht laufen zu lassen. Sobald das Auto an ist, und sei es nur im Leerlauf oder im Stand, verbraucht es Sprit.

Daher sollten Sie auch nachdem Sie den Motor gestartet haben, nicht länger auf einem Fleck stehen bleiben, sondern direkt und flott losfahren - das langsame Beschleunigen verbraucht ebenfalls mehr Sprit.

Was vielleicht viele nicht wissen: Tatsächlich ist das sinnlose Laufen des Motors sogar verboten. Laut § 30 StVO gilt: "Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermässig laut zu schliessen."

Strom sparen

Natürlich ist es unterhaltsam, wenn beim Fahren das Radio an ist. Und im Sommer machen viele Fahrer automatisch die Klimaanlage an. Aber: Jede Sicherheits- und Komforteinrichtung erhöht den Spritverbrauch des Autos.

Neben dem Radio fressen auch das Licht, der elektrische Fensterheber, die Heckscheibenheizung, das Nutzen der Steckdosen, die Sitz- und Standheizungen sowie die Lüftung jede Menge Energie - was sich natürlich im Spritverbrauch bemerkbar macht.

Eine angeschaltete Klimaanlage verbraucht beispielsweise zwischen 0,3 und 1,5 Liter mehr pro 100 Kilometer. Aber Vorsicht: Bitte sparen Sie nicht bei der Beleuchtung oder bei den Scheibenwischern bei Regen. Die Sicherheit geht immer vor.

Gewicht im Auto reduzieren

Sie wollen die schwere, alte Stereo-Anlage zur Wertstoffsammelstelle fahren, wissen aber nicht, wann? Also hieven Sie das Ding einfach in den Kofferraum und schauen, ob Sie in den nächsten Wochen zufällig bei dem Abfalldepot vorbeikommen?

Für Spritsparer eher ungünstig: Jedes Gewicht, das ins Auto geladen und herumkutschiert wird, wirkt sich auf den Spritverbrauch aus. Tatsächlich lassen 100 Kilogramm Gewicht den Verbrauch um etwa 0,7 Liter pro 100 Kilometer steigen.

Das bedeutet nicht, dass Sie auf Mitfahrer verzichten sollten, sondern dass Sie darauf achten sollten, ob unnötige Teile im Auto gelagert werden. Vor allem Dachgepäck und sogar ein -träger sind sehr kontraproduktiv, da diese sogar noch gegen die Aerodynamik arbeiten.

Daher besser jegliches Gewicht in und am Auto vor dem Fahren abladen. Fahrräder in den Urlaub mitnehmen? Könnte tatsächlich sein, dass es billiger ist, sich vor Ort ein paar Drahtesel auszuleihen.

Vorausschauend fahren

Abruptes Anfahren und Abbremsen begünstigt nicht nur das Unwohlsein der Mitfahrer, sondern auch den Spritverbrauch. Besser wäre - sowohl für die anderen Passagiere, als auch für den Kraftstoffverbrauch - ein gleichmässiges und flüssiges Fahren.

Richten Sie Ihren Blick auf die fernere Umgebung sowie auf die Strasse vor Ihnen und halten Sie einen grossen Abstand zu anderen Fahrzeugen. Das hilft dabei, einen fliessenden Verkehr aufrechtzuerhalten.

Sehen Sie beispielsweise ein Auto vor sich auf der Autobahn, das langsamer ist als Sie, fahren Sie nicht zügig darauf zu und bremsen dann ab, um auf die andere Spur zu wechseln, sondern bereiten Sie sich frühzeitig auf den Wechsel vor. So können Sie ohne zu Bremsen ihre Geschwindigkeit halten und den bereits vorhandenen Schwung nutzen, das Auto vor sich zu überholen.

Kurzstrecken vermeiden

Tatsächlich ist es Fakt, dass besonders auf der Strecke nach dem Start viel Sprit verbraucht wird. Der Grund ist: Es dauert eine Weile, bis der Motor warm ist und der Verbrauch sich eingependelt hat.

Und das ist nicht nur wichtig, um Sprit zu sparen: Ist ein Motor kalt, muss er besonders viel arbeiten und verschleisst. Und auch das Warmlaufenlassen im Stand ist sowohl für die Umwelt, als auch für den Motor äusserst schädlich.

Noch dazu hätte das Vermeiden von Kurzstrecken einen angenehmen Nebeneffekt: Wenn Sie die Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuss zurücklegen, tun Sie etwas für Ihre Gesundheit.

Die Motorbremse nutzen

Wenn Sie bei einem Gefälle in einen niedrigeren Gang schalten, bremst die Motorbremse für Sie mit. Allerdings müssen Sie aufpassen: Die Motorbremse sollte nicht das komplette Bremsen übernehmen. Sie dient mehr der langsamen Entschleunigung, die Sie mit einem niedrigeren Gang unterstützen.

Das können Sie beispielsweise gut anwenden, wenn Sie auf eine Ortschaft oder auf eine rote Ampel zufahren: Geben Sie nicht bis kurz vor der Ampel Gas und steigen dann abrupt auf die Bremse, sondern rollen Sie in einem niedrigen Gang auf die Ampel zu.

Wenn Sie in hügeligen Gegenden fahren, hilft die Motorbremse beim Bergabfahren, so müssen Sie nicht immer auf der Bremse stehenbleiben. Das schont die Bremsbeläge.

Langsam fahren

Es ist zwar kein gern gesehener Tipp für Raser und Gegner eines Tempolimits auf Autobahnen. Aber auch das würde helfen, Sprit zu sparen: langsam fahren. Je höher die Drehzahl ist, desto mehr Sprit wird verbraucht. Bereits ab 100 Kilometern pro Stunde steigt der Kraftstoffverbrauch überproportional an.

Um Sprit zu sparen, lohnt es sich, sich an den empfohlenen Höchstgeschwindigkeiten zu orientieren. Die liegen auf der Landstrasse bei 80 Kilometern pro Stunde und auf der Autobahn bei 120 Kilometern pro Stunde. Ausserdem ist es ratsam, immer bei der gleichen Geschwindigkeit zu bleiben - wer daher einen Tempomat hat, darf ihn gern benutzen.

Früh schalten

Achten Sie mal genauer auf Ihre Fahrweise. Wann schalten Sie? Es empfiehlt sich generell, eher niedrigtourig zu fahren, denn je kleiner die Drehzahl, desto geringer ist der Kraftstoffverbrauch.

Auch das frühzeitige Hochschalten schont nicht nur Motor, Umwelt und Geldbeutel, sondern auch die Menschen in Ihrem Umfeld: Wer im kleinen Gang fährt, ist sehr viel lauter als Autos, die dieselbe Geschwindigkeit mit höherem Gang zurücklegen. Daher ist es sinnvoll, bei der Beschleunigung schnell hochzuschalten und beim Entschleunigen spät zurückzuschalten.

Auf die richtigen Reifen achten

Grundsätzlich ist es wichtig, das Auto regelmässig warten zu lassen, um sicherzustellen, dass kleine Ersatzteile wie der Motorluftfilter funktionieren. Aber vor allem bei den Reifen ist besondere Vorsicht geboten.

Beim Kauf von neuen Reifen empfehlen sich moderne Leichtlaufreifen. Diese sind so konzipiert, dass ihr Rollwiderstand sehr gering ist, wodurch weniger Kraftstoff verbraucht wird.

Ausserdem sollten Sie darauf achten, dass Sie den Reifendruck einstellen, der für das Fahren eines vollgepackten Fahrzeugs mit Höchstgeschwindigkeit empfohlen wird. Im besten Fall gehen Sie noch ein kleines Stückchen weiter. Denn je höher der Reifendruck, desto weniger verschleissen die Reifen, was wiederum die Bremssicherheit erhöht und somit auch den Spritverbrauch verringert.

Das Auto stehen lassen

Der einfachste Trick, Sprit zu sparen und damit die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen, ist das Auto stehenzulassen. Vor allem bei Widerständen wie Kälte, starkem Wind und Schnee tut es dem Auto gut, in der Garage zu bleiben, aber auch bei schönem Wetter können Sie überlegen, ob die geplante Fahrt wirklich nötig ist.

Können Sie vielleicht auf das Fahrrad umsteigen? Geht die Strecke zu Fuss, was auch für Ihre Gesundheit gut und vor allem bei gutem Wetter zu empfehlen wäre?

Bilden Sie Fahrgemeinschaften, verbinden Sie mehrere Einkäufe zu einem oder nutzen Sie Züge oder Busse, um zur Arbeit zu kommen. Wer nicht drumherum kommt, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, sollte wenn möglich die Rush-Hour-Zeiten meiden.

Verwendete Quellen:

  • VCD: "Schont Geldbeutel und Umwelt"
  • ADAC: "Sprit sparen - die 10 besten Tipps"
  • StVO.de: "§ 30 Umweltschutz, Sonn- und Feiertagsfahrverbot"
  • Carwow: "Sprit sparen: So verbraucht Ihr Fahrzeug weniger"

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