• Ist Ihnen auch so warm? Und Sie müssen auch noch Auto fahren?
  • Gut, wenn eine Klimaanlage im Fahrzeug verbaut ist.
  • Doch die sollte auch an heissen Tagen besser nicht zu kalt eingestellt werden.

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Die Versuchung, die Klimaanlage im Auto an heissen Tagen auf eiskalt zu drehen, ist gross. Doch Vorsicht: Ist es draussen 30 Grad warm, sollten Autofahrer nicht gleich 16 Grad einstellen. Der ADAC rät in der Regel zu Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad. Dabei bleibe man am längsten konzentriert - und diese Temperatur erreichen Sie am besten so:

So kühlen Sie effektiv: Erst mal die heisse Luft aus dem Auto lassen

Bei sehr hohen Aussentemperaturen muss vor dem Start zunächst die gestaute Hitze raus - Türen, Fenster und Klappe auf. Beim Losfahren bleiben noch etwa für ein paar Hundert Meter alle Fenster und ein vorhandenes Schiebedach offen. Nach dem Schliessen dann die Klimaanlage anschalten.

Sie sollte zunächst einige Minuten im Umluftbetrieb kühlen - kurz bei maximaler Kühlleistung. So gehe es laut ADAC mit der Abkühlung schneller. Die vorgekühlte Luft werde aus dem Innenraum erneut angesaugt und könne leichter weiter gekühlt werden. Dann die gewünschte Temperatur einstellen. Infos zur Klimaanlage gibt in der Regel das Autohandbuch.

Die Auslassdüsen sollten möglichst weder direkt gegen den Kopf noch gegen den Körper gerichtet sein. Das führe bei vielen Menschen zu Schleimhaut-Entzündungen. Bei sehr hohen Aussentemperaturen den kalten Luftstrom an die Frontscheibe leiten, rät der Autoclub. Dann werde er umgelenkt und trifft die Insassen nicht direkt.

Kühle Luft kostet zusätzlichen Sprit - aber erhöht die Verkehrssicherheit

Moderne Anlagen sind geregelt und brauchen umso mehr Sprit beziehungsweise Strom, je mehr Kälte sie erzeugen sollen. Bei hohen Temperaturen kann der Mehrverbrauch während der Abkühlphase im Extremfall 2,5 bis 4 Liter betragen - hochgerechnet auf 100 Kilometer Fahrstrecke.

Beim anschliessenden Halten der Temperatur sind es in der Stadt etwa ein bis zwei Liter, ausserorts 0,2 bis 0,7 Liter. Erfahrungswerte aus dem ganzjährigen Durchschnitt liegen laut ADAC bei circa 0,5 bis zu einem Liter.

Aber bitte nicht am falschen Ende sparen: Schon wenn es im Auto 27 Grad warm ist, wirkt das am Steuer belastend. Sowohl Körpertemperatur als auch Puls steigen. Das mindert laut ADAC Konzentrations- und Reaktionsvermögen. Steige die Temperatur von 25 auf 35 Grad, erhöht sich das Unfallrisiko um 20 Prozent, berichtete der ADAC in Bezug auf Studien. Demnach wäre das so, als sässe man mit 0,5 Promille Alkohol am Steuer. (dpa/mgb)