Sie sind Fantasten, Wissenschaftler und Pioniere: Menschen wie Elon Musk, Peter Thiel oder auch Jeff Bezos haben mit ihren Erfindungen und Unternehmen die Welt verändert - und damit Einfluss auf unsere Zukunft genommen.

Elon Musk ist 46 Jahre alt, sechsfacher Vater und liebt den Science-Fiction-Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams. Beinahe klingt es so, als wäre der Multimilliardär ein ganz normaler Mensch.

Elon Musk: Die Gestaltung der Zukunft kennt keine Grenzen

Wären da nicht noch andere Eigenheiten, die widerspiegeln, welchem Schaffensdrang dieser Mann folgt.

Der gebürtige Südafrikaner arbeitet 85 bis 100 Stunden wöchentlich, schläft durchschnittlich beinahe auf die Minute genau sechs Stunden pro Nacht und nimmt keine unangekündigten Anrufe entgegen.

Dieses Leben forderte von einem der grössten Pioniere der Moderne nun einmal Opfer. Zwar kennt man Musk hauptsächlich als Gründer des Elektroauto-Herstellers "Tesla" und Mitbegründer des Bezahldienstes "PayPal", doch sein Einfluss reicht noch viel weiter.

An der Gesellschaft für Solarstromanlagen "SolarCity" ist er ebenso beteiligt wie am Raumfahrtunternehmen "Space X". Sein Drang, die Zukunft mitzugestalten, scheint keine Grenzen zu kennen.

"Man muss sich stetig weiterentwickeln, um keine Rückschritte zu machen; schaut also immer nach vorne", so lautet das Erfolgsrezept und der Aufruf von Musk, wie er in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Inc" sagte.

Tesla, Transportsysteme und künstliche Intelligenz

Dimensionen im Weltraum sind schwer vorstellbar. Wir machen sie sichtbar.

Seine jüngsten Projekte zeigen, was er meint: Seine Firma "The Boring Company" will den Strassenverkehr mittels einer Tunnelbohrmaschine regeln. Das klingt bereits nach einem intelligenten System, aber das ist noch nichts im Vergleich zu anderen Forschungsfeldern von Musk, die sich mit den Vernetzungen des menschlichen Gehirns und der Entwicklung künstlicher Intelligenz beschäftigen.

Über die Macht, die ihre Erfindungen mit sich bringen, sind sich Menschen wie Musk durchaus bewusst. Erst im August 2017 hatten 116 Unternehmer aus 26 Ländern einen gemeinsamen Brief veröffentlicht.

In diesem warnen die Firmenchefs und Gründer aus der Technologie-Branche davor, künstliche Intelligenz und Robotertechnik zur Herstellung automatisierter Waffen zu benutzen.

"Einmal entwickelt, erlauben sie bewaffnete Auseinandersetzungen in einem grösseren Ausmass denn je auszutragen und in Geschwindigkeiten, die Menschen nicht mehr nachvollziehen können", heisst es in diesem Brief, zu dessen Absendern neben anderen Entwicklern von Robotertechnik auch Google-Manager Mustafa Suleymann gehört.

Peter Thiel: Verbissener Investor, treuer Trump-Anhänger

Ein alter Bekannter von Musk ist Peter Thiel - die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Gründerzeit bei PayPal.

Nach seinem Jurastudium arbeitete der gebürtige Frankfurter in einer Anwaltskanzlei, wechselte dann zu "Credit Suisse".

Sein Gespür für Geld brachte ihn 1998 dazu, in das damalige Startup PayPal zu investieren und das Unternehmen als CEO wenige Jahre später an die Börse zu bringen.

Es blieb nicht das einzige Startup, das Thiel zu Erfolg und sich selbst zu einem Privatvermögen von mehr als 2,7 Milliarden Dollar verhalf.

Im Jahr 2004 investierte er als erster Geldgeber in "Facebook" - was ihm 840 Millionen Dollar allein durch den Verkauf von Aktienanteilen einbrachte. Geld, das er für den Aufbau zukunftsorientierter Unternehmen und persönliche Spielereien nutzt.

Projekt soll Luftverschmutzung eindämmen und Artenvielfalt erhöhen.

Thiel unterstützt das "Seasteading Institut", das auf dem Ozean schwimmende Inselstaaten erschaffen soll, auf denen Menschen Raum zum Leben finden.

Er bezahlt Jugendliche dafür Firmen zu gründen anstatt die Universität zu besuchen. Er gründete einen Aktienhedgefond und ein Gründerzentrum zur Unterstützung von Startups, arbeitete mit Unternehmen im Bereich Big Data zusammen und finanzierte Software-Firmen.

Wie alle reichen und erfolgreichen Manager hat auch Thiel so seine Eigenheiten: Er lässt sich Fremdblut einer vielversprechenden Forschungsfirma injizieren, um das Altern und den Tod auszutricksen.

Er unterstützt finanziell Gerichtsverfahren irgendwelcher Menschen, wenn sie sich gegen persönliche Feinde von Thiel richten, und er ist ein fester Bestandteil des Weissen Hauses.

Als bekennender Anhänger der Republikaner finanzierte der Investor Donald Trumps Wahlkampf mit und steht ihm nun nach der Wahl zum US-Präsidenten als Berater zur Seite.

Jeff Bezos: Der Drang nach Innovationen und der Traum vom Weltall

Weniger angetan von Trump zeigt sich Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der CEO der grössten Online-Handelsplattform der Welt ist zugleich auch Eigentümer einer Zeitung, mit der der US-Präsident auf Kriegsfuss steht: der "Washington Post".

Ein Unternehmen, das er sich schlichtweg aus Wohlgefallen gekauft hat.

Seine Leidenschaft investiert der Absolvent von Princeton ebenso bedacht wie sein Geld: Das Luft- und Raumfahrtunternehmen "Blue Origin" hat er gegründet, weil er gerne ins Weltall fliegen möchte - und auch Touristen mitnehmen will.

Dahinter steckt mehr als nur ein vermeintliches Hobby: In Innovationen wie diesen sieht er einen Markt für die Zukunft. Ebenso wie in der von Amazon unterstützen Forschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz.

Alexa ist hier erst der Anfang für Bezos, dessen Privatvermögen sich laut "Forbes"-Magazin auf 82,5 Milliarden Dollar beläuft und ihn damit nach Bill Gates zum zweitreichsten Menschen der Welt macht.