Je höher die Temperaturen, desto wichtiger ist das Trinken. Es hilft allerdings nichts, den Tagesbedarf von rund 1,5 Litern auf einmal zu trinken. Wie unser Körper mit Wasser umgeht, erklärt Ernährungsexpertin Antje Gahl.

Bei 30 Grad am See schwitzen und danach auf dem Rad nach Hause? Das kann für den Körper ziemlich anstrengend sein, wenn er dabei nicht ausreichend mit Wasser versorgt wird. Wie richtiges Trinken funktioniert, erklärt Antje Gahl, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Warum kann ich nicht auf Vorrat trinken?

Der Mensch besitzt keine Wasserspeicher. Wird mehr Flüssigkeit getrunken als der Organismus braucht, wird diese über die Nieren wieder ausgeschieden. Dennoch ist es ratsam, auf sein Durstgefühl zu achten. Es ist ein verlässliches Zeichen unseres Körpers und schützt vor Flüssigkeitsmangel.

Wie oft sollte ich Wasser trinken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich rund 1,5 Liter zu trinken, am besten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch, das schützt den Körper vor Wassermangel.

Kreislaufprobleme bei Hitze, Kopfweh bei Kaltfront: Was steckt dahinter?

Unter bestimmten Bedingungen, wie sehr heissem Klima, feuchter Luft, extremer Kälte oder Krankheiten mit Fieber, Erbrechen, Durchfall brauchen wir mehr Flüssigkeit. Ebenso bei körperlich anstrengender Arbeit oder Sport können zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde nötig sein.

Kann ich warten, bis ich Durst bekomme?

Das Durstempfinden stellt sich erst als deutliches Warnsignal bei Flüssigkeitsdefiziten ein, weshalb auf jeden Fall schon vorher regelmässig getrunken werden sollte. Gerade ältere Personen verspüren oft keinen Durst, was das Risiko für eine unzureichende Wasserzufuhr erhöht. Wer nur wenig Durst hat, sollte das Trinken als feste Routinen in seinen Tagesablauf einbauen oder sich eine Erinnerung dafür einstellen.© dpa