Laufen hat viele Vorteile. In einer Studie haben Forscher nun nachgewiesen, dass es sogar unser Gehirn fit für das Alter machen kann.

Wer regelmässig joggt, profitiert von einer gestärkten Atemmuskulatur, einem stärkeren Herzen und jüngeren Gefässen. Doch das sind anscheinend nicht die einzigen Vorteile, die dieser Sport bringt. In einer Studie an Ratten haben Wissenschaftler der Universität von Jyvaskyla in Finnland nun herausgefunden, dass Laufen das Gehirn sogar besser regeneriert als andere Sportarten.

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Die Ergebnisse wurden im "Journal of Physiology" publiziert. Sport beeinflusst das Gehirn generell positiv. Das Gehirnvolumen vergrössert sich durch sportliche Aktivitäten, ausserdem reduziert Sport das Auftreten und die Grösse von altersbedingten Löchern in der grauen und weissen Materie.

Krafttraining für Ratten

Diverse Studien an Tieren haben bereits gezeigt, dass Laufen die sogenannte erwachsene Neurogenese befördert, also die Bildung von neuen Gehirnzellen bei Erwachsenen. In der aktuellen Studie an Ratten wurde nun nachgewiesen, dass das Laufen dabei einen grösseren Effekt zeigt, als das sogenannte High Intensity Intervall Training (HIIT) oder Kraftsport.

Für das Experiment wurden die Tiere in vier Gruppen eingeteilt. Drei Gruppen führten ein bestimmtes Training durch und eine Gruppe stellte die Kontrollgruppe dar, die kein Training absolvierte.

Die Ratten, die ein Krafttraining absolviert hatten, haben zwar mehr Muskelmasse aufgebaut.

Bildung der Zellen stark angeregt

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Eine andere Gruppe von Ratten musste ein HIIT ausführen. Dabei wurden sie auf ein Laufband gesetzt und musste abwechselnd drei Minuten schnell rennen und zwei Minuten im Schritttempo laufen. Im Vergleich zu den Tieren, die sich gar nicht bewegt hatten, haben sie eine höhere Anzahl an neuen Gehirnzellen aufgewiesen.

Die meisten neue Gehirnzellen haben sich jedoch in den Gehirnen der Nager gebildet, die täglich in ihrem Laufrad gelaufen sind. Je mehr Kilometer sie gelaufen sind, desto höher war die Anzahl an neugebildeten Gehirnzellen.

Warum genau Laufen die Produktion der Gehirnzellen so sehr anregt, ist noch unklar. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen.

Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass beim Fitnesstraining der Muskelaufbau vernachlässigt werden sollte, da eine gut ausgebildete Muskulatur ebenfalls sehr wichtig ist. Aber der ein oder andere Lauf zwischendurch kann auf jeden Fall nicht schaden.