• Der Kanton Luzern hat mehrtägige Schulreisen und Klassenlager für dieses Jahr verboten.
  • CVP, SP und Eltern laufen nun Sturm.
  • Die übrigen Zentralschweizer Kantone "halten an den Lagern fest oder entscheiden erst später".

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Bereits Ende März hatte der Luzerner Regierungsrat sämtliche Klassenlager im laufenden Schuljahr abgesagt. Grund für das Vorpreschen sei, dass die Lehrer und Lehrerinnen bis zu den Osterferien einen Entscheid und somit Planungssicherheit gewünscht hätten, sagte Aldo Magno, Leiter der Luzerner Dienststelle Volksschulbildung der "Luzerner Zeitung". In der Opposition und auch bei den Eltern kommt die Absage nicht sehr gut an.

"Einfach alle Lager bereits Ende März zu verbieten, ist ein überhasteter und undifferenzierter Entscheid", sagt Urban Sager, SP-Kantonsrat und Mitglied der Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) "20min.ch".

Bei der CVP will man vor allem wissen, ob der Entscheid der Regierung abschliessend ist oder ob dieser abhängig von der epidemiologischen Lage angepasst werden könne. Kantonsrätin Priska Häfliger-Kunz hat deshalb bei der Regierung eine Anfrage gestellt – eine Antwort steht bisher noch aus.

"Luzerner Insellösung" ist nicht zielführend

Bei den Christdemokraten stellt man die "Luzerner Insellösung" mehr als infrage. Schliesslich ist man in den übrigen Zentralschweizer Kantonen um einiges liberaler unterwegs. Sie "halten an den Lagern fest oder entscheiden erst später", betonte Häfliger-Kunz. Bei der SP weist man auf bewährte Schutzmassnahmen hin: Mit systematischen Tests von ganzen Schulklassen spräche nichts gegen die Durchführung von Klassenlagern.

Auch so manche Eltern wollen die Absage der Klassenlager nicht hinnehmen. Deswegen hat man bei der Elternschaft mittlerweile eine Petition pro Klassenlager ins Leben gerufen.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

Bildergalerie starten

Fotos aus aller Welt: Erstaunliche Augenblicke

Hier sehen Sie - ständig aktualisiert - aussergewöhnliche Fotos aus aller Welt.