• Schweizweit scheint die Impfbereitschaft abzunehmen.
  • Gründe dafür könnten die Ferienzeit sowie die Angst vor Nebenwirkungen sein.
  • Die Kantone versuchen, mit Informationskampagnen entgegenzuwirken.

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In der ganzen Schweiz schlagen die Kantone Alarm: Die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, nimmt deutlich ab. Im Kanton Schwyz gibt es derzeit nur noch rund 20 Neuanmeldungen pro Tag, wie "20 Minuten" berichtet.

Aber auch in anderen Kantonen wollen sich weniger Menschen impfen lassen als noch vor wenigen Wochen. Adrian Zurfluh, Sprecher des COVID-19-Sonderstabs im Kanton Uri berichtet, dass auch sie eine ähnliche Entwicklung beobachten. Viele Impfzentren hätten mittlerweile sogar nur noch an drei Werktagen offen. Und auch im Kanton Zürich hat sich die Anzahl der Erstimpfungen seit vergangener Woche halbiert.

Woran liegt die niedrige Impfbereitschaft?

Die Gründe für die sinkende Impfbereitschaft sieht der Infektiologe Andreas Cerny vor allem in der momentan recht guten epidemiologischen Lage. Die Ansteckungsgefahr sei für viele momentan sehr klein, gleichzeitig höre man oft von Nebenwirkungen der Impfung.

Hinzu kommt die Ferienzeit. "Viele wollen jetzt erst einmal abschalten, den Sommer geniessen und sich nicht mit Impfnebenwirkungen herumschlagen", vermutet der Infektiologe. Es seit jetzt umso wichtiger, über die Vorteile der Impfung zu informieren, da in den sozialen Medien "so viele Fake News dazu verbreitet werden", meint Cerny.

So wollen die Kantone dagegenwirken

Auch die Kantone wollen wieder verstärkt die Impfbereitschaft ankurbeln. Dafür haben einige Kantone bereits neue Informationskampagnen ins Leben gerufen. In Zug will man gezielter verschiedene Altersgruppen ansprechen und im Kanton Schwyz fährt ein Impfbus durch den ganzen Kanton. Eine hohe Impfquote zu erreichen sei gerade mit Blick auf die sich ausbreitende Delta-Variante wichtig, betont Tobias Bär von der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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