• Die Corona-Fallzahlen steigen wieder kontinuierlich an.
  • Laut Alain Berset ist die aktuelle Situation dennoch nicht mit der vor der letzten Infektionswelle zu vergleichen.
  • Man habe jetzt die Impfung, sagt der Bundesrat im Interview mit "SRF News".

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Jede Woche verdoppeln sich seit Anfang des Monats die Corona-Infektionszahlen. Ende August könnte die Schweiz - sollte die Entwicklung in gleichem Masse voranschreiten - innerhalb von sieben Tagen auf 10.000 positiv getestete Personen kommen. Ein Grund, sich wieder ernsthaft Sorgen zu machen? "SRF News" steht Bundesrat Alain Berset Rede und Antwort.

Die Corona-Lage sei aktuell "eine völlig andere Situation als das letzte Mal", beruhigt der obersten Verantwortliche der Schweiz im Gespräch mit Roger Brändlin. Warum? Man habe jetzt die Impfung. "Zwei Drittel der erwachsenen Leute in unserem Land haben schon mindestens eine erste Impfung bekommen." Natürlich sei die Pandemie dennoch "noch nicht vorbei", räumt Berset ein.

In Bezug auf das weitere Vorgehen der Behörden verweist der 49-Jährige auf das Drei-Phasen-Modell, das der Bundesrat bereits im Frühjahr festgelegt hat. Man arbeite derzeit "weiter entlang dieser Strategie. Im Moment sind die Hospitalisierungen ganz, ganz tief. Das Virus zirkuliert unter den jüngeren Menschen. Und man muss sagen, es wird eine Welle geben, die primär die Ungeimpften betreffen wird."

Berset: "Moment, wo man sich noch für eine Impfung entscheiden kann"

Enttäuscht darüber, dass bislang nur knapp die Hälfte der Schweizer gegen das Coronavirus geimpft ist, ist Alain Berset nicht. Das Ziel, "75 Prozent der vulnerablen Personen und 60 Prozent der restlichen Bevölkerung" zu impfen, habe man bereits übertroffen. Sorge bereitet dem Politiker allerdings die Delta-Variante des Virus, aufgrund derer die Corona-Schutzimpfung noch wichtiger geworden sei. "Und jetzt ist wirklich der Moment, wo man sich noch für eine Impfung entscheiden kann."

Von einem Impfzwang, wie es ihn mittlerweile beispielsweise in Frankreich und Grossbritannien für Pflegepersonal gibt, hält der Bundesrat trotz alledem nichts. "In der Schweiz haben wir immer klar gesagt, es ist eine Eigenverantwortung, zu entscheiden, was man mit der Impfung machen will", erklärt er.

Man sei "nach wie vor der Meinung", überzeugen zu müssen. "Noch einmal mehr erklären, dass das Produkt sehr sicher ist. Es ist sehr wahrscheinlich eine der sichersten Impfungen, die es je gegeben hat auf der Welt, die so viel geimpft worden ist, wie fast keine vorher."  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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