• Am Freitag entscheidet der Bundesrat über weitere Lockerungsschritte in der Corona-Pandemie.
  • Zwei Drittel der Schweizer wünschen sich, dass die Restaurantterrassen wieder öffnen dürfen.
  • Wird der Bundesrat nachgeben?

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Am Freitag (12. März) berät der Bundesrat über mögliche Lockerungsschritte in der Corona-Pandemie ab 22. März. Wie geht es weiter? Zur Debatte stehen unter anderem die Öffnung der Gastronomie sowie von Kinos oder Theatern und die Aufhebung der Homeoffice-Pflicht. Wie genau der Bundesrat sich in Anbetracht der steigenden Fallzahlen entscheiden wird, ist unklar.

Die Bevölkerung ist sich jedoch recht sicher, wie die nächsten Schritte aussehen sollten: Laut einer repräsentativen Befragung von "20 Minuten" und Tamedia wünschen sich 68 Prozent, dass die Restaurantterrassen wieder öffnen dürfen. Mehr als die Hälfte befürwortet eine komplette Öffnung der Restaurants und die Aufhebung der Fünf-Personen-Regel bei privaten Treffen. 15.340 Personen haben an der Befragung teilgenommen.

Das wünschen sich die jungen Leute

Keine grosse Unterstützung finden jedoch die Clubs mit 11 Prozent Zustimmung und Bars mit 22 Prozent. Auch nicht in den jüngeren Altersgruppen. Bei den 18- bis 34-Jährigen wünschen sich 70 Prozent eine Öffnung der Terrassen und 61 sind dafür, die Innenräume der Restaurants zu öffnen.

Die bisherigen Massnahmen werden von den meisten nicht als "zu streng" eingeschätzt. 62 Prozent der Befragten schätzten sie als "angemessen" oder sogar "zu wenig weit" ein.

Ist eine Lockerung bei den Restaurants möglich?

Vorsichtige und schrittweise Lockerungen seien durchaus möglich, meint Jürg Utzinger, der Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (STPH). Gerade auf Restaurantterrassen sei das Risiko für eine Ansteckung unter Einhaltung der Schutzkonzepte relativ gering. Er hält eine Öffnung am 22. März für "vertretbar", sollte die epidemiologische Lage sich bis dahin nicht verschlechtern.

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