• Der Bundesrat will die Corona-Einreisebestimmungen verschärfen.
  • Für nicht-immunisierte Personen soll eine Testpflicht und womöglich auch Quarantäne anfallen.
  • Kinder unter 16 Jahren sowie Grenzgänger und Durchreisende sollen von den Auflagen befreit sein.

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Der Bundesrat will mit einem neuen Einreiseregime den Zugang zur Schweiz für nicht-immunisierte Personen erschweren, berichtet der Nachrichtendienst "20 Minuten".

Laut der Planung soll auch bei einem negativen Test und unabhängig dem Herkunftsland eine zehntägige Quarantänepflicht eingeführt werden. Die Entscheidung zu der neuen Verordnung soll am 17. September fallen und bereits am 20. September in Kraft treten.

Das Ziel solle laut Bundesrat sein, Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, rasch zu identifizieren und zu isolieren.

Zwei Varianten sollen ab 20. September für nicht geimpfte Einreisende gelten

Fest steht bislang: Nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen müssen bei der Einreise in die Schweiz einen ersten negativen Test vorweisen. In den folgenden Tagen nach der Einreise kämen dann zwei Varianten zum Tragen: Die erste sieht einen weiteren Test nach vier bis sieben Tagen nach Einreise vor, dessen Ergebnis dem Kanton übermittelt werden muss.

In der zweiten Variante ist ein zweiter Test nicht notwendig, allerdings wird in diesem Fall eine zehntägige Quarantäne angeordnet. Diese kann nach sieben Tagen mit einem negativen Testresultat aufgehoben werden.

Zudem sind die Tests für alle Einreisenden kostenpflichtig, zusätzlich ist ein elektronisches Einreiseformular mit den persönlichen Daten verpflichtend. Eine Ausnahmeregelung für die neuen Massnahmen gibt es für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Passagiere auf der Durchreise oder Gütertransporte durch die Schweiz und Kinder unter 16 Jahren.

Massnahmen wurden hinsichtlich der Herbstferien getroffen

Die neuen Vorsichtsmassnahmen sind hinsichtlich der bevorstehenden Herbstferien getroffen worden. Mitte-Nationalrat Lorenz Hess sprach sich gegenüber "20 Minuten" für die Verschärfung der Einreiseregeln aus: "Man muss die Lehren aus den Sommerferien ziehen", erläutert Hess. Man müsse bei der Einreise streng sein, damit das Virus nicht wieder eingeschleppt wird: "Sonst stellen wir uns selber ein Bein."

Kritik gab es von SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger hinsichtlich des Zeitplans: "Es ist unverständlich, dass der Bundesrat die Massnahmen an der Grenze erst ab 20. September einführen will", da vor allem Reiserückkehrer für die steigenden Zahlen in der Schweiz verantwortlich seien, monierte Sollberger. An der Grenze einfach abzuwarten, sei verheerend, sagte die Politikerin.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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