• Der Bundesrat hat weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen angekündigt, die bereits ab kommenden Samstag gelten.
  • Unter anderem dürfen Clubs wieder ihre Türen öffnen.
  • Einige Besitzer und Veranstalter sind von der Entscheidung überrascht worden und zweifeln an der Umsetzung einer schnellen Öffnung.

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Der Bundesrat hat neue Corona-Lockerungen in Aussicht gestellt. Unter anderem fallen am Samstag, 26. Juni, die Homeoffice-Pflicht und die Maskenpflicht im Freien. In Restaurants können wieder beliebig viele Personen zusammensitzen und Grossveranstaltungen mit Zertifikat ohne Beschränkungen von Kapazität und Anzahl der Personen stattfinden. Somit dürfen auch wieder Clubs und Diskotheken öffnen. Viele Besitzer und Veranstalter freuen sich über den Beschluss, wurden von der schnellen Öffnungsmöglichkeit aber überrascht.

"Das ist ein ziemlich sportlicher Zeitplan. Clubs sind keine Maschine, die man an- und abstellt, das kulturelle Programm muss geplant und organisiert, Personal aufgestellt und Getränke eingekauft werden", erklärt Alexander Bücheli, Geschäftsführer der Bar & Club Kommission Zürich, im Interview mit "20 Minuten".

"Wir sind davon ausgegangen, dass wir erst im Juli öffnen können", erklärt auch Philipp Katriner vom Rok Club in Luzern. Wegen des Personals stehe eine Öffnung für dieses Wochenende noch nicht fest. Valentin Aschwanden vom Club Viertel in Basel kündigt bereits eine spätere Öffnung an: Man habe beschlossen, erst am 10. Juli zu öffnen. "Dafür haben wir dann ein eigenes Testcenter vor dem Club, damit sich unsere Gäste ohne Impfung nicht extra um einen Testtermin kümmern müssen."

Kommen auch nicht geimpfte Gäste?

"Es ist schön, dass der Bundesrat uns entgegenkommt, und wir sind mega happy, können wir nun als letzte Branche auch endlich wieder öffnen", betont Marco Uhlig vom Heaven Club in Zürich. Sorgen bereiteten ihm jedoch die noch nicht geimpften Gäste. Diese "arbeiten freitags bis um sechs Uhr und sollen danach noch, wie tausende andere Nachtschwärmer auch, einen Testtermin bekommen und das möglichst kurz, bevor man feiern geht. Da fragt man sich schon, ob das funktioniert."

Das verlangte COVID-Zertifikat kann auf drei verschiedene Weisen ausgestellt werden. Geimpfte, die bereits zwei Dosen erhalten haben und Genesene, die eine Impfung hinter sich haben, bekommen ein Zertifikat, das 365 Tage gültig ist. Genesene, die einen PCR-Test vorlegen können, bekommen ein Zertifikat für 180 Tage. Nicht geimpfte oder genesene Personen können nach einem negativen PCR-Test ein Zertifikat erhalten, das 72 Stunden gültig ist. Mit einem negativen Antigen-Schnelltest ist es 48 Stunden gültig.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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