• Was wird der Bundesrat unternehmen, um die steigenden Neuinfektionen in der Schweiz unter Kontrolle zu bringen?
  • Für die Wissenschaft steht fest: "Es braucht umfassende, schweizweit geltende Massnahmen", sagt Taskforce-Präsident Martin Ackermann.

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Für die Wissenschaft steht fest: Die Schweiz muss einen landesweiten Lockdown verhängen. Das fordert nun die COVID-Taskforce des Bundes. "Die am 11. Dezember beschlossenen Massnahmen reichen nicht aus. Um die Neuansteckungen drastisch zu senken, braucht es umfassende, schweizweit geltende Massnahmen und diese sollten möglichst schnell eingeführt werden", heisst es in einem offiziellen Statement von Martin Ackermann, Präsident der Taskforce, vom 15. Dezember.

Demnach rate die Taskforce dem Bundesrat zur Schliessung "nicht-essentieller Geschäfte" und zu einer klaren Durchsetzung des Homeoffice, um vor allem einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegenzuwirken. "Wenn wir uns den Verlauf der Daten ansehen, wird schnell klar, dass wir weder Zeit noch Spielraum haben, um Massnahmen einzuführen, von denen wir nicht wissen, ob sie ausreichen." Vor allem die Zeit spiele dabei eine wichtige Rolle.

Ackermann: Festtage bergen "grosses Risiko"

Ackermann appelliert: "Die kommenden Festtage, die höhere Mobilität und das kalte Wetter bergen ein grosses, zusätzliches Risiko, dass sich die epidemiologische Lage weiter verschlechtert – was schwerwiegende Folgen hätte." Zudem kenne das Virus keine Kantonsgrenzen, weshalb es wichtig sei, schärfere Massnahmen für das ganze Land zu verordnen.

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), pflichtet Ackermann bei. Der Bundesrat müsse mit "deutlichen Massnahmen" handeln und ein "Signal" setzen. "Wir sind da, um noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Situation gefährlich ist", sagte Mathys am Dienstag (15. Dezember) in Bern.

Oberster Kantonsarzt fordert "harte Massnahmen"

Gleicher Meinung ist etwa auch Rudolf Hauri, oberster Kantonsarzt: "Wir sind nicht ganz am Anschlag, aber wir laufen auf Hochtouren, und wenn es so weitergeht, dann wird das ein Problem", betonte er im SRF-Interview. "Wir wünschen uns schweizweit harte Massnahmen, und zwar möglichst schnell."

Damit steigt der Druck auf den Bundesrat weiter, nachdem Deutschland vergangene Woche einen harten Lockdown ab 16. Dezember beschlossen hat. Die politischen Entscheidungsträger finden sich am kommenden Freitag (18. Dezember) zusammen, um über das weitere Vorgehen zu diskutieren.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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