• Die Schweiz verzeichnet erste Infektionsfälle der COVID-19-Variante My.
  • Die WHO warnt: My weise Mutationen auf, die auf eine mögliche Resistenz gegen Impfstoffe hindeuten könnte.
  • Die Variante war im Januar 2021 zum ersten Mal in Kolumbien nachgewiesen worden.

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In der Schweiz ist die neue Mutante My des Coronavirus aufgetaucht. Landesweit wurden bis Freitag 34 Infektionsfälle mit der neuen Corona-Variante identifiziert, meldet das Bundesamt für Gesundheit.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO weist My möglicherweise impfstoffresistente Eigenschaften auf. Auch für Genesene könnte die neue Variante bei Übertragung eventuell zu einer Neu-Infektion führen. Die My-Variante wurde laut WHO zum ersten Mal im Januar 2021 in Kolumbien nachgewiesen.

My-Variante hatte in Kolumbien zu einer Vielzahl von Todesfällen geführt

Ob die neue Mutante, die in einigen Regionen Südamerikas zu einer starken Infektionswelle und Todesfällen geführt hatte, auch im europäischen Raum Gefährlichkeit besitzt, soll laut Kantonsarzt von Basel-Stadt Thomas Steffen erst noch untersucht werden, wie die Nachrichtenseite "20min.ch" meldet. Eine "Superwelle" erwarte er für die Schweiz jedoch nicht.

Steffen erklärte gegenüber "20Min.ch", dass der weltweite Anteil der My-Mutante mit derzeit 0,1 Prozent klein sei. Kolumbien habe dazu noch eine tiefe Impfrate, "weshalb jede Variante zu grossen Problemen führen kann", erklärte Steffen laut dem Nachrichtendienst. Der Kantonsarzt plädierte weiter für das Impfen. Eine Beobachtung der Virusmutationen zähle inzwischen zu einer Routine der Gesundheitsvorsorge, so Steffen.

Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass My die derzeit vorherrschende Variante Delta verdrängt, befand auch den Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit Gregoire Gogniat laut "20 Min.Ch".

Eine Impfung schützt weiterhin vor schweren Verläufen und Tod

Als sicher gilt, dass bislang keiner der eingesetzten Impfstoffe gegenüber den Mutanten vollkommen wirkungslos ist. Eine bereits bestehende Immunisierung schütze in den allermeisten Fällen vor schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen.

Als erwiesen gilt auch, dass Gelegenheiten des Virus' zu neuen Mutationen mit der Zahl der Infizierten steigt und sich darüber hinaus auch Mutanten entwickeln können, gegen die neue Impfstoffe erforderlich werden würden. Die AHA-Regeln müssen daher auch bei ausreichend Geimpften weiter aufrecht erhalten werden, so die Empfehlung der WHO.

Die WHO identifiziert und überwacht die Corona-Varianten von Ländern und Gebieten weltweit. Derzeit sind vier Corona-Varianten als "besorgniserregend" eingestuft worden. Dazu gehören u.a. die frühere "britische Variante" (Alpha) und die in Europa vorherrschende Delta-Variante ("indische Variante"). Fünf weitere Varianten, darunter auch My, wurden von der Organisation als "Varianten von Interesse" eingeordnet, die unter Beobachtung bleiben müssen.

Eine Mutation ist eine spontane Veränderung des Virus-Erbgutes. In den meisten Fällen haben diese Veränderungen keine Auswirkungen. Allein für das Coronavirus waren bis September 2020 bereits mehr als 12.000 einzelne Mutationen bekannt.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Neue Corona-Variante "von Interesse": My möglicherweise resistent gegen Vakzine

Es gibt eine neue Corona-"Variante von Interesse", wie die WHO mitteilt. Das Problematische an My sei, dass sie eine mögliche Resistenz gegen Corona-Vakzine aufweise.