• Schweizer und Schweizerinnen kommen ohne Corona-Zertifikat nicht ins Kino oder Konzert.
  • Parlamentarier dürfen ohne das Dokument aber an Sitzungen im Bundeshaus teilnehmen.
  • Ein No-Go, wie so manche Parteimitglieder finden.

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Wer ab Montag (13. September) ins Kino oder ins Restaurant gehen möchte, muss sich der Corona-Zertifikatspflicht unterwerfen. Parlamentarier, die zum Start der Herbstsession wieder ins Bundeshaus einziehen, sind davon befreit. Weil das bei der Bevölkerung nicht gut ankommt, machen Politiker und Politikerinnen nun einen Rückzieher.

"Ich bin dafür, dass Parlamentarier für den Zutritt zum Bundeshaus ein Zertifikat vorweisen müssen. Es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn man ausgerechnet für Politiker eine Ausnahme macht", äussert sich Nationalratspräsident Andreas Aebi in der "SonntagsZeitung".

Ähnlich sieht die Sonderregelung GLP-Nationalrat Martin Bäumle. Das alles sei "völlig unverständlich". Das könne man niemandem erklären, "der jetzt für den Kafi in der Beiz ein Zertifikat vorweisen muss".

Masken und Plexiglasscheiben im Bundeshaus

Ganz so drastisch beurteilt SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi die Lage nicht und schlägt mildere Töne an: "Man sollte die Zertifikatspflicht für die Session noch einmal prüfen", empfiehlt Aeschi in der "SonntagsZeitung". Die aktuelle Regelung schreibt den Parlamentariern lediglich eine Maskenpflicht vor, ausserdem bleiben die Plexiglasscheiben in den Ratssälen bestehen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

EU-weites Covid-Zertifikat soll Reisen in Europa erleichtern

Künftig sollen Corona-Impfungen ganz einfach nachgewiesen werden können: Schnell einen QR-Code auslesen und schon sind Geimpfte etwa von einer Quarantäne befreit. Das Prinzip klingt simpel - in der Praxis muss sich das neue EU-Corona-Zertifikat aber noch beweisen.