Der Weihnachtsmarkt auf dem Luzerner Franziskanerplatz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Durchführung mit Schutzkonzept ist offenbar nicht möglich. Fallen auch andere Weihnachtsmärkte wegen der Coronakrise ins Wasser?

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Der "Lozärner Wiehnachtsmärt" wurde abgesagt. "Kapitulation aufgrund der Realität", teilt die Interessengemeinschaft Luzerner Herbstmesse und Märkte (IG LHMM) auf der Homepage des Luzerner Weihnachtsmarktes mit.

Der Markt auf dem Franziskanerplatz hätte in diesem Jahr vom 3. bis 20. Dezember stattfinden sollen. Die IG LHMM habe zwar alles darangesetzt, den Weihnachtsmarkt in der Luzerner Innenstadt durchzuführen. "Die strengen Schutzmassnahmen und das finanzielle Risiko jedoch zwingen die IG LHMM zur Absage", heisst es in der Mitteilung.

Drei mögliche Szenarien für eine Durchführung des Weihnachtsmarktes

Der Zeitraum für den "Lozärner Wiehnachtsmärt" 2021 steht allerdings bereits fest. Er wird vom 2. bis 21. Dezember 2021 über die Bühne gehen.

Laut "20min.ch" habe das Organisationskomitee in diesem Jahr drei mögliche Szenarien geprüft, die jedoch alle nicht durchführbar waren. Eine Besucherlenkung sei bei den gegebenen engen Platzverhältnissen nicht möglich. Eine Umzäunung mit gleichzeitiger Personenerfassung sei "keine Option".

Gleiches gelte für einen "Weihnachtsmarkt light" mit einer Ausdünnung der Stände. Damit würde das einmalige Ambiente auf dem Franziskanerplatz verloren gehen.

Wie sieht es mit anderen Weihnachtsmärkten aus?

Bei anderen Weihnachtsmärkten steht die Entscheidung, ob sie stattfinden oder nicht, noch aus. Den jeweiligen Organisationen ist es vorbehalten, ein Schutzkonzept vorzulegen. Die Genehmigung dafür erteilt dann der Kanton.

Die Planungen laufen derzeit laut "20min.ch" auf Hochtouren. Von der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern heisst es, dass spätestens Ende des Monats eine etwaige Durchführung beschlossen werden müsse, damit alle Beteiligten entsprechende Massnahmen treffen können. Für den Weihnachtsmarkt im Schweizerhof liegt bereits eine Genehmigung vor.

Für Albert Schwarzenbach, dem Präsidenten des Vereins Weihnachten in Luzern, seien nicht nur die Standbesitzer in der Bredouille. Es sei auch fraglich, wie viel Freude Besucher überhaupt an einem Weihnachtsmarktbesuch mit den allfälligen Vorgaben hätten. "Maskenpflicht und Glühweinstand passen in meinen Augen nicht so gut zusammen", sagt Schwarzenbach.

Veranstaltungen können auch noch kurzfristig abgesagt werden

Die Veranstalter seien laut Mario Lütolf, Leiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern, interessiert daran, ihre Anlässe durchzuführen. Es bleibe abzuwarten, inwiefern die Organisationen ihre Betriebskonzepte auf die Schutzanforderungen anpassen können. Davon hänge alles ab.

Wenn ein Konzept eingereicht werde, arbeite die Stadt daran, möglichst rasch eine Entscheidung zu treffen. Allerdings bestehe auch weiterhin das Risiko, dass Veranstaltungen je nach Fallzahlen und Entscheidungen des Bundes kurzfristig wieder abgesagt werden müssten.

"Wir bedauern die Umstände und sind uns im Klaren, dass die Märkte während der Weihnachtszeit eine attraktive Erweiterung des Stadtbildes darstellen", sagt Lütolf. "Wir zählen darauf, dass das eine oder andere Konzept realisiert werden kann."  © 1&1 Mail & Media/spot on news