Die Schweiz ist vom Coronavirus stärker betroffen als Italien. Zwar gibt es weniger Ansteckungen als im südlichen Nachbarland, verglichen mit der Bevölkerungszahl ist die Dichte aber höher.

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In der Schweiz sind bisher mehr als 10.900 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Dichte der Infizierten ist damit grösser als in Italien, das mehr als 70.000 Infizierte aufweist.

12,6 Personen pro 10.000 Einwohner sind in der Schweiz mit SARS-CoV-2 infiziert, wie die Website corona-data.ch zeigt. In Italien liegt diese Rate derzeit pro 10.000 Einwohner bei 12,3, in Spanien bei 10,5 und in Deutschland bei 4,4.

Anderes Bild bei der Sterblichkeit

Bei der Sterblichkeitsrate sieht das Bild anders aus. In der Schweiz sind bisher 153 Menschen an dem Virus verstorben. Statistisch gesehen sterben von 100 Corona-Infizierten somit 1,4 Patienten.

In Italien hingegen liegt die Sterberate bei fast zehn Prozent – so hoch wie in keinem anderen Land in Europa.

Tests werden vorangetrieben

Allerdings ist die Infektionsrate nur eingeschränkt aussagekräftig. Sie richtet sich an den durchgeführten Tests im Land, die Dunkelziffer der Infizierten könnte viel höher ausfallen.

Bis Freitag vergangener Woche gab es in der Schweiz laut Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) Untersuchungen von 50.000 Proben – Tendenz steigend.

"Wir werden bald die Zahl von 10.000 Tests pro eine Million Einwohner erreichen", erklärte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch. Die Schweiz mausert sich somit zu einem Land, in dem am meisten Tests durchgeführt werden. (cam)

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