• Die Zahl der Corona-Infektionen in der Schweiz steigt – und damit auch die Zahl der Patienten in den Spitälern.
  • Mediziner appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen.
  • So könne eine vierte Welle vermieden werden.

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Schweizweit gibt es immer mehr Infektionen mit dem Coronavirus. Am Mittwoch (18. August) meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 3.291 neue Fälle, ausserdem wurden 95 COVID-Patienten mehr in den Krankenhäusern gemeldet. BAG-Mann Patrick Mathys erklärte am Dienstag (17. August), die Hospitalisierungen hätten sich seit Juli verzehnfacht. Spitäler schlagen Alarm und warnen nun vor einer vierten Welle.

Einen grossen Teil der Neuinfektionen machen wohl vor allem ungeimpfte Reiserückkehrer aus. Deshalb rufen Mediziner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Mehr Impfungen sind "unabdingbar"

"Die Anzahl der hospitalisierten COVID-19-Patienten ist seit Ende letzter Woche, als die Schulsommerferien im Kanton zu Ende gingen, auch am Kantonsspital St. Gallen sprunghaft angestiegen", zitiert "Blick.ch" den Hospital-Sprecher Philipp Lutz. Sollte der Trend sich weiter fortsetzen, müsse man die Corona-Massnahmen wieder verschärfen, rät er – und fügt hinzu: "Wichtig und unabdingbar ist aber in jedem Fall, dass sich jetzt sofort noch mehr Personen impfen lassen."

Die Impfung sei das effektivste Mittel, um die absehbare Welle zu brechen, bevor eine Überlastung der Spitäler erreicht werde, sagt auch Petra Ming, Mediensprecherin des Inselspitals in Bern. Denn vorwiegend würden derzeit ungeimpfte Personen zwischen 40 und 60 Jahren auf den Intensivstationen betreut. Wer aus dem Urlaub zurückkommt und geimpft ist, sollte sich dennoch testen lassen, rät Epidemiologe Andreas Cerny zusätzlich. Ausserdem empfiehlt er auch Kindern ab zwölf Jahren eine Impfung.

Spitäler bereiten sich auf vierte Corona-Welle vor

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen bereiten sich einige Spitäler bereits auf eine vierte Welle vor. "Derzeit laufen die interne Planung und die Vorbereitung für eine mögliche vierte Welle, was die Bewältigung der steigenden COVID-Patienten und -Patientinnen auf der Intensivstation sowie der Isolationsstation, die entsprechende Einteilung von Mitarbeitenden sowie Schutzmassnahmen anbelangt", erklärt etwa Lukas Feurer, Sprecher der Spitäler Schaffhausen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Neue Studie: Nur vollständige Impfungen wirken gut gegen Delta-Variante

Starke Veränderungen durch Mutationen, sodass Antikörper sie nicht mehr erkennen: Sogenannte Immunflucht-Varianten sind in der Corona-Pandemie ein Schreckgespenst. Nun gibt es neue Daten zu Delta. Eine Studie liefert weitere Hinweise darauf, dass erst die zweifache Impfung wirksam vor der Mutante schützt.