• Seit Kurzem gibt es in der Schweiz ein Zertifikat für positive Antikörper-Tests.
  • Die Nachfrage ist extrem hoch.
  • Dabei sind die Zertifikate höchst umstritten.

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Jeder Mensch, der mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen ist, trägt Antikörper in sich. Wann die Ansteckung mit COVID-19 erfolgte, lässt sich nicht nachvollziehen. Dennoch erhalten Schweizerinnen und Schweizer seit dem 16. November ein dreimonatiges Corona-Zertifikat, wenn sie Antikörper nachweisen können. Das hat einen wahren Run auf die Zertifikate ausgelöst.

Der "Tagesanzeiger" berichtet von Schlangen vor Apotheken, Arztpraxen und Labors. Laut Lorenz Risch von der Dr.-Risch-Gruppe, die für Arztpraxen und Apotheken Proben analysieren, hat sich die Zahl der Antikörper-Tests verfünffacht. In so mancher Apotheke gebe es bereits Wartezeiten von bis zu zwei Wochen.

Die Antikörper-Zertifikate sind umstritten. So warnte etwa der Kanton Aargau, dass damit die Impfoffensive unterwandert werde und sich Genesene in falscher Sicherheit wiegen könnten, wie die "Aargauer Zeitung" meldet. Es sei noch nicht nachgewiesen, wie viele Antikörper vorhanden sein müssen, damit jemand ausreichend geschützt ist.

Antikörper-Test ist nicht umsonst

Die grosse Nachfrage mag verwundern angesichts der Tatsache, dass die Antikörper-Testungen aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Der Bund hat einen Richtwert von 70 Franken ausgegeben, oft ist es aber deutlich mehr. So zahlt man etwa im Arzthaus Zürich City oder im Berner City-Notfall für den Test einschliesslich Blutentnahme 100 Franken.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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