• Vor rund zwei Wochen erhielten die Senioren eines Walliser Altersheims ihre erste Corona-Schutzimpfung.
  • Nun brach das Virus unter 15 Bewohnern aus.
  • Allerdings scheint die Impfung trotzdem Wirkungen zu zeigen.

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In Steg, einer Ortschaft im Wallis, haben sich 15 Senioren in einem Altersheim mit dem Coronavirus infiziert. Zwei Wochen zuvor hatten sie die erste Impfung gegen die Krankheit erhalten. Das berichtet "Blick" unter Berufung auf die Tageszeitung "Walliser Bote".

In dem betroffenen Altersheim St. Anna haben 54 Bewohner zwischen dem 7. und 14. Januar die erste von zwei Impfdosen gegen das Virus erhalten. Die zweite Impfung sei für Anfang Februar geplant.

Nun haben sich trotz erster Impfung 15 Bewohner mit dem Virus infiziert. Der Direktor der Einrichtung, Martin Kalbermatter, sagte der Zeitung, dass ihn und die Belegschaft diese Entwicklung enttäusche: "Es ist frustrierend. Wir haben wirklich gedacht, dass wir dank der Impfung schon bald über dem Berg sind."

Erste Corona-Impfung bietet keinen vollständigen Schutz

Allerdings sei eine Infizierung nach der ersten Impfung nicht ausgeschlossen, wie der Walliser Kantonsarzt Christian Ambord erklärt. So biete die erste Impfung noch keinen vollständigen Schutz, verringere aber das Ansteckungsrisiko sowie das Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf. Er erinnert: "Der Schutz von 94 Prozent ist gemäss heutigem Wissensstand erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung gegeben."

Die erste Impfrunde scheint trotz Infizierungen auch Wirkung in dem Altersheim in Steg zu zeigen. Denn nur knapp jeder vierte Bewohner hat sich mit dem Virus infiziert. Laut Direktor Kalbermatter weisen die meisten Betroffenen zudem kaum Symptome auf.

Die zweite Impfung werde wie geplant Anfang Februar durchgeführt, heisst es weiter. Lediglich Bewohner, die unter Symptomen leiden würden, müssten zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Rückschlag: Hoffnungsvolle Serumtherapie enttäuscht im Kampf gegen Corona

Neben der Impfung hat man im Kampf gegen Corona vor allem auch auf die sogenannte Serumtherapie gesetzt. Dabei erhalten COVID-19-Patienten die Antikörper von Menschen, die die Erkrankung bereits überstanden haben. Wie eine britische Studie zeigt, war die Serumtherapie allerdings nicht erfolgreich. (Teaserbild: picture alliance/dpa/Sven Hoppe)