In den letzten sieben Tagen sind neun neue Coronavirus-Fälle im Kanton Zug bekannt geworden. Vier Infektionsherde konnten ausfindig gemacht werden. Die Gesundheitsdirektion des Kantons warnt, dass die Pandemie noch nicht überstanden ist.

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Im Kanton Zug gab es neun neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb der letzten sieben Tage, 53 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Das gab die Gesundheitsdirektion des Kantons am gestrigen Mittwoch (17. Juni) in einer Mitteilung bekannt.

Gelockerte Massnahmen verantwortlich für neue Fälle

Seit Mitte Mai hatte es im Kanton Zug nur wenige Neuansteckungen gegeben. Nun sind jedoch dank des Contact Tracings vier unabhängige Infektionsherde bestätigt worden. "Aufgrund der gelockerten Massnahmen war davon auszugehen, dass neue Ansteckungen auftreten werden", erklärt Gesundheitsdirektor Martin Pfister.

Die vergleichsweise hohe Anzahl neuer Fälle sei "jedoch beunruhigend". "Wir haben sofort die entsprechenden Massnahmen angeordnet, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen", führt er weiter aus.

Infizierte befinden sich in "gutem gesundheitlichen Zustand"

Das Contact Tracing hat offenbar gut funktioniert: Laut Gesundheitsdirektion wurde sofort damit begonnen, Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen. Diese wurden anschliessend informiert und unter Quarantäne gestellt.

Es kam in mehreren Bereichen zu Ansteckungen – sowohl im beruflichen, familiären und privaten Umfeld. Kantonsarzt Rudolf Hauri sagte, dass sich alle Infizierten und deren Kontaktpersonen "sehr kooperativ" zeigen und sich an die angeordneten Quarantäne-Massnahmen halten würden.

Die Infizierten befinden sich laut der Mitteilung in einem "guten gesundheitlichen Zustand". Die Neuansteckungen würden jedoch deutlich zeigen, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei sei und neue Ansteckungsherde die Fallzahlen rasch ansteigen lassen könnten.

Gesundheitsdirektion erinnert an Hygiene- und Abstandsregeln

Gerade durch die Lockerungen seien die Hygiene- und Abstandsregeln umso wichtiger. "Regelmässiges Händewaschen mit Seife, Niesen und Husten in ein Taschentuch oder die Ellenbeuge und das Einhalten von zwei Metern Abstand zu unseren Mitmenschen – so schützen wir uns und andere am effektivsten", betont Kantonsarzt Hauri.

Die Gesundheitsdirektion weist darauf hin, dass sich Personen mit Krankheitssymptomen so schnell wie möglich auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen sollten. In Zug müsse man sich dazu telefonisch bei der zuständigen Hausarztpraxis oder der Notfallstation am Kantonsspital voranmelden.

Mit einem schnellen Testresultat könne auch das Contact Tracing einfacher umgesetzt werden. Personen mit Symptomen sollten laut Hauri deswegen nicht zögern, sich testen zu lassen. "Sie helfen damit sich und anderen." (tae)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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