• Das mutierte Coronavirus hat die Schweiz immer fester im Griff.
  • Sowohl die Variante aus Grossbritannien als auch die aus Südafrika ist in zahlreichen Kantonen aufgetreten.
  • Diese Regionen sind betroffen.

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Sowohl die in Südafrika (B.1.351) als auch die in Grossbritannien (B.1.1.7) entdeckte Corona-Mutation ist in der Schweiz angekommen. Mehrere Kantone sind von den mutierten Viren betroffen, die deutlich ansteckender als das bisherige Coronavirus sein sollen. Die Virologen warnen, dass sich die Mutationen rasch im ganzen Land ausbreiten könnten und raten zu schärferen Massnahmen. Wie sieht es in den einzelnen Kantonen aus?

Harter Lockdown in St. Moritz (GR)

Die Lage im Kanton Graubünden ist beunruhigend. In St. Moritz ist das mutierte Virus B.1.351 aus Südafrika verstärkt aufgetreten. Die Hotels Kempinski und Badrutt's Palace stehen samt ihrer Gäste unter Quarantäne, Schulen und Skischulen bleiben bis auf Weiteres geschlossen. In der gesamten Gemeinde herrscht zudem eine Maskenpflicht. Am heutigen Dienstag (19. Januar) sollen dort laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden Flächentests durchgeführt werden.

Mutation aus Grossbritannien in Bern

In Wengen im Kanton Bern wurde das mutierte Virus aus Grossbritannien über die Festtage in Umlauf gebracht. Im Bergdorf stieg die Zahl der Neuinfektionen mit der Mutation in kurzer Zeit auf 90 an. Auch in einem Hotel wurden mehrere Fälle verzeichnet, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons. Die Folge: Es wurden Massentests durchgeführt, bei den allerdings nur sieben positive Fälle nachgewiesen wurden.

Am Montag (18. Januar) wurde zudem bekannt, dass sich zwei Kinder einer Primarschule in Bremgarten BE mit der Coronavirus-Variante B.1.1.7 infiziert haben. Alle 120 Mitschüler sowie deren Eltern müssen nun in Quarantäne.

Ausbruch in Tessiner Mittelschule

Auch im Kanton Tessin hat es in einer Mittelschule in Morbio Inferiore einen Ausbruch gegeben. 13 Personen haben sich laut einer Medienmitteilung mit dem Coronavirus infiziert, zwei davon mit der Mutation aus Grossbritannien. Infolgedessen stehen jetzt 500 Schüler sowie 70 Lehrpersonen unter Quarantäne. Der Unterricht findet bis zum 29. Januar ausschliesslich online statt.

Quarantäne für Schuljahrgang in Thurgau

Die Virus-Mutation B.1.1.7 ist zudem erstmals in einer Schule in Frauenfeld TG aufgetaucht. Laut Mitteilung hat es bereits zuvor immer wieder neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gegeben. Nachdem die neue Variante nachgewiesen wurde, hat die Schule umgehend schärfere Massnahmen verordnet. So musste sich der gesamte dritte Jahrgang der Sekundarschule Reutenen in Quarantäne begeben, bis zum 22. Januar findet Fernunterricht statt.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Biontech-Impfstoff ist wohl auch wirksam gegen die Coronavirus-Mutation

Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer schützt vermutlich auch gegen die Coronavirus-Mutation, die gerade in Grossbritannien grassiert. Das ergab eine Laborstudie. (Teaserbild: picture alliance / Robin Utrecht)