• Der Bundesrat diskutiert am Freitag über die Einführung kostenpflichtiger Corona-Tests.
  • Die Kantone unterstützen das Vorhaben.
  • Einzig bei Schweizerinnen und Schweizern unter 20 Jahren sollen die Tests gratis bleiben.

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Die Kosten für Corona-Tests sollen in der Schweiz ab dem 10. Oktober für Ungeimpfte nicht mehr übernommen werden. In einer Übergangsfrist gilt bis Ende November eine Kostenübernahme für alle Einfach-Geimpften. Die Kantone stützen die Forderungen des Bundesrats.

"Die Vorschläge des Bundesrates zur Testkostenübernahme sind von der Mehrheit der Kantone grundsätzlich positiv aufgenommen worden", heisst es von der Konferenz der Gesundheitsdirektoren auf Anfrage von "20min.ch". Allerdings verlangen sie weiterhin eine Kostenübernahme bei der Testung von jungen Menschen unter 20 Jahren.

Zugang zu Bildung hat Priorität

Die Kantone Uri und Schwyz begründen ihre Forderung mit dem Prinzip der Chancengleichheit. Für Jugendliche dürfe die Teilnahme am sozialen Leben und der Zugang zu Bildungseinrichtungen nicht abhängig von den finanziellen Mitteln sein. Zudem sollten sich jüngere Personen viermal pro Monat gratis testen lassen können.

Deshalb will der Bund die Gratis-Tests abschaffen

Grund für die neue Regelung sind zum einen die enormen Beträge, die die Gratis-Tests den Bund inzwischen kosten. Rund 47 Millionen Franken pro Woche fallen an, für das Winterhalbjahr rechnet der Bund mit einem weiteren Anstieg der Kosten, wenn sich im Schnitt eine Million Menschen pro Woche testen liessen.

Die Gesamtkosten belaufen sich bereits auf etwa 280 Millionen Franken. Zum anderen will die Regierung mit der Aufhebung der kostenlosen Tests auch den Rest der Bevölkerung zum Impfen anreizen.

Der Bundesrat entscheidet am Freitag (1. Oktober) in einer Sitzung über eine neue Teststrategie.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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