• Die Fitnesscenter haben das neue Jahr so gestartet, wie sie das vergangene beendet hatten: geschlossen.
  • Gerade kleine Studios leiden unter den Corona-Vorgaben.
  • Jetzt wollen mehrere Betreiber vom Bund Schadenersatz einklagen.

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Der Bundesrat hat am Mittwoch Pläne verkündet, die Corona-Massnahmen Anfang März lockern zu wollen. Nicht von diesen Lockerungen betroffen: die Fitnesscenter.

Gerade Betreiber kleiner Studios treiben die anhaltenden Schliessungen in den Ruin. Jetzt macht der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFGV) Druck auf den Bund und will auf Schadenersatz klagen.

Der Verband wolle für die Umsatzausfälle, der für ihn ungerechtfertigten Schliessungen seit März 2020, einen Schadenersatz erhalten, heisst es in einer Mitteilung auf der Website.

Aufgrund der Schliessungen und der damit verbundenen Umsatzeinbussen seien viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihrer Existenz bedroht und müssten sich aufgrund der "fehlerhaften staatlichen Unterstützung" stark verschulden.

Verband richtet Crowdfunding für Klage ein

Der Verband will den verschiedenen KMUs jetzt unter die Arme greifen, denn eine Klage gegen den Bund stelle in finanzieller Hinsicht für viele eine "unüberwindbare Hürde" dar. Die finanziellen Mittel will der Verband, der nach eigenen Angaben rund 400 KMUs mit 10.000 Arbeitsplätzen vereint, via Crowdfunding sammeln.

Erste Sondierungsgespräche mit einer Rechtsvertretung hätten ergeben, dass die Hürden für eine erfolgreiche Schadenersatzklage gegen den Bund als "hoch" einzustufen sind. Für die bei einer solchen Klage entstehenden Kosten will der SFGV nun 75.000 Franken sammeln.

Anwalt: "Massnahmen unverhältnismässig"

Urs Saxer, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, wird die Klage des SFGV voraussichtlich einreichen, heisst es auf der Website. Dem SRF bestätigt Saxer die Vorbereitungen dazu: "Das ist der einzige Weg, mit welchem anfällige Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können."

Er hält die Auswirkungen der Massnahmen auf die Fitness-Branche für nicht gerechtfertigt und unverhältnismässig. Ob Sport in Innenräumen ein hohes Ansteckungsrisiko birgt, ist bisweilen umstritten.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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