• Der Bundesrat bereitet sich mit strengeren Auflagen auf einen heftigen Ausbruch des mutierten Coronavirus vor.
  • Ehe diese gelten, sollen die einzelnen Kantone aber einen Blick auf den neuen Corona-Plan werfen dürfen.

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Die Lage in der Schweiz in der Pandemie bleibt angespannt, vor allem aufgrund der neuen Corona-Variante, die sich im Land rasch ausbreiten könnte. Der Bundesrat bereitet sich auf strengere Massnahmen vor, holt sich dafür aber die Meinung der einzelnen Kantone ein.

"Das Auftreten neuer, leicht übertragbarer Virusvarianten aus Grossbritannien und Südafrika erhöht das Risiko eines weiteren, schwieriger kontrollierbaren Anstiegs der Fallzahlen erheblich", heisst es in dem Entwurf des Innendepartements, der dem Nachrichtenportal "20min.ch" vorliegt.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt in dem Schreiben, dass das mutierte Virus binnen fünf Wochen schon bei 30 Prozent in der Schweiz liegen könne. Der Bundesrat schlägt den Kantonen deshalb folgende Auflagen vor:

Corona-Auflagen: Homeoffice verpflichtend

Experten appellieren demnach an sämtliche Arbeitgeber, ihre Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Wo das aufgrund der Art der Arbeit und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist, soll Homeoffice verpflichtend sein. Arbeitgeber sollen im Falle einer Pflicht nicht für Auslagen wie Stromkosten aufkommen müssen.

Schutz am Arbeitsplatz

Ist das Homeoffice nicht möglich, so gelten in Betrieben schärfere Massnahmen. In sämtlichen Räumen, wo sich mehr als eine Person aufhalten, gilt eine Maskenpflicht - nur den Abstand einzuhalten ist nicht mehr ausreichend. Arbeitgeber müssen ihre Schutzkonzepte schriftlich dokumentieren.

Für besonders gefährdete Arbeitnehmer soll die Möglichkeit auf Homeoffice, Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung gewährleistet sein.

Schliessung von Läden des nicht-täglichen Bedarfs

Künftig sollen nur noch Märkte und Läden geöffnet bleiben, die für den täglichen Bedarf notwendig sind. Alle anderen Einzelhändler müssen schliessen, dürfen aber per "click and collect" (Bestellen und Abholen) weiterhin ihre Ware anbieten.

Private Veranstaltungen und Treffen im öffentlichen Raum

Private Veranstaltungen dürfen künftig nur noch mit maximal zehn Personen aus zwei Hausständen stattfinden. Kinder sind dabei mitzuzählen. Was Menschenansammlungen im öffentlichen Raum angeht, so dürfen maximal nur noch zehn Menschen zusammenkommen.

Die derzeit geltenden Massnahmen sind schweizweit bis zum 22. Januar befristet. Am 13. Januar berät der Bundesrat über eine mögliche Verlängerung bis Ende Februar sowie eine Verschärfung der Auflagen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Grossbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen

Über 80.000 Corona-Tote und über 50.000 Neuinfektionen täglich: Die Infektions-Lage in Grossbritannien ist deutlich "schlimmer als in der ersten Welle". Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will das Land bei schwer an COVID-19 erkrankten Patienten jetzt neue Medikamente einsetzen. (Teaserbild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Neil Hall)