• Nichtmal die Hälfte der Appenzeller hat sich bislang gegen COVID-19 impfen lassen.
  • Der Kanton hat die niedrigste Impfquote der gesamten Schweiz.
  • Das will man mit einem neuen Konzept jetzt ändern.

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Keine Voranmeldung, kein Termin - in vielen Kantonen sind solche Walk-In-Impfungen bereits Standard. Sie sollen Unentschlossenen die Entscheidung erleichtern. In Appenzell Innerrhoden, aktuell der Kanton mit der niedrigsten Impfquote schweizweit, soll ein solches Walk-In-Impfzentrum die Impfkampagne nun ebenfalls antreiben.

Bereits seit zwei Wochen bietet der Kanton nun solche Walk-In-Impfungen an. Ursprünglich sei das Angebot für Leute mit wenig Sprachkenntnis oder ohne Internetzugang gedacht, wie der stellvertretende Kantonsarzt Markus Schmidli dem "SRF" erklärt.

Inzwischen nehmen aber auch Menschen das Angebot an, für die das Impfen zuvor zu "kompliziert" schien. Bislang zeigt das Walk-In-Impfzentrum Erfolg: Gut 40 Personen hatten das Angebot am ersten Abend genutzt. Das sind umgerechnet 0.2 Prozent der Innerrhoder Bevölkerung. Am zweiten Termin sind fast 80 Personen gekommen.

Warum ist die Impfquote in Appenzell Innerrhoden so niedrig?

Nur rund 40 Prozent der Appenzeller haben sich bislang gegen das Coronavirus impfen lassen - das ist die niedrigste Quote in der gesamten Schweiz. Zum Vergleich: In Zürich waren bereits Mitte Juli 52 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahren zwei Mal geimpft. Woran liegt es, dass Appenzell so hinterherhinkt?

Laut der Innerrhoder Gesundheitsdirektorin Monika Rüegg-Bless gibt es im Kanton schon lange eine Impfskepsis, wie sie dem SRF erläutert. "Der Innerrhoder und die Innerrhoderin setzen schon viele Jahre oder Jahrhunderte nicht nur auf die Schulmedizin, sondern auch auf die Natur und das Gebetsheilen. Da gibt es eine Tradition." Da das Impfen der Schulmedizin zugeschrieben werde, sei man dann eher zurückhaltend. Man wisse zu wenig über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen. Die Appenzeller seien generell sehr naturverbundene Menschen, die nicht zum Doktor gehen, wenn es nicht sein muss.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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