Der Bund denkt über eine Verkürzung der Quarantäne-Dauer für Reiserückkehrer nach. Sie soll statt zehn nur noch sieben Tage betragen. Der Kanton Bern hingegen möchte die Quarantäne ganz abschaffen.

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Wer aus einem Land mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko in die Schweiz heimkehrt, muss bislang zehn Tage Quarantäne einhalten. Das gilt auch für Reisende, die aus einem weniger von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land kommen, als es die Schweiz derzeit ist – sie gilt laut eigener Definition ebenfalls als Risikogebiet. Viele Schweizer üben deswegen Kritik an der Quarantäne-Pflicht.

Auch der Bundesrat möchte nun reagieren. Der "Tages-Anzeiger" berichtet, dass die Quarantäne-Dauer laut gut unterrichteten Quellen von zehn auf sieben Tage verkürzt werden soll. Wenn ein Corona-Test am sechsten Tag der Quarantäne negativ ausfallen sollte, darf sie beendet werden.

Bis Ende der Woche haben die Kantone Zeit für eine Stellungnahme. Der Kanton Bern hat bereits einen Vorschlag: "Die Reisequarantäne kann aus Sicht des Kantons Bern aufgehoben werden", erklärt Gundekar Giebel, Sprecher des Berner Gesundheitsdirektors, zum "Tages-Anzeiger".

Das Berner Modell sehe ebenfalls vor, dass Rückkehrer einen oder regelmässige Corona-Tests machen und bei einem negativen Ergebnis mit Maskenpflicht wieder arbeiten gehen können.

Quarantäne-Regelungen: Wie sieht es in anderen Kantonen aus?

Ähnliche Vorschläge könnten auch aus Zürich kommen, dort kam schon in der Vergangenheit die Forderung auf, mehr zu testen, statt in Quarantäne zu gehen. Auch eine ETH-Studie zeigte kürzlich, dass eine Verkürzung der Quarantäne-Dauer sinnvoll sei. Eine siebentägige Quarantäne habe demnach ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis © 1&1 Mail & Media/spot on news

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