• Wegen Verunreinigung in Test-Röhrchen mussten die Corona-Test-Kits eines Herstellers zurückgezogen werden.
  • Lieferengpässe zum Schulstart waren die Folge.
  • Inzwischen sind andere Unternehmen eingesprungen, um die Lieferlücke auszugleichen.

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Nach den Sommerferien sind in einigen Kantonen die Tests zum Nachweis von Corona-Viren an den Schulen knapp geworden. Eine Herstellerfirma aus Zürich hatte mit Lieferschwierigkeiten wegen verunreinigter Test-Röhrchen zu kämpfen. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hatte daraufhin angeordnet, die Tests aus dem Verkehr zu ziehen.

Vor allem an Schulen zählen regelmässige Spuck-Tests inzwischen zum Gesundheitsstandard. Sie sollen die Verbreitung von Corona-Viren durch frühe Erkennung eindämmen.

Die fehlenden Test-Kits konnten nun von dem Unternehmen Ender diagnostics nachgeliefert werden. Swissmedic hatte dafür eine Ausnahmebewilligung erteilt, um die Nachfrage zu bedienen und den Versorgungsengpass abzuwenden. Das berichtet das SRF unter Berufung auf eine Medienmitteilung.

Test-Kits aus Österreich angefordert

Im Kanton Aargau, bei dem die Schulferien bereits jetzt zu Ende sind, musste es schneller gehen. Dort wurde sich eines österreichischen Herstellers bedient, um die gut 140 Schulen mit ausreichenden Kapazitäten zu versorgen.

Im Vorfeld hatte es Diskussionen über die Massentestungen gegeben. Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset befürwortete weitreichende Testungen. Thomas Minder, Präsident der Schweizer Schulleiterinnen und Schulleiter, äusserte sich im Bezug auf die Testungen zum jetzigen Zeitpunkt dagegen skeptisch.

Streit um Massentestungen

In der Vergangenheit seien auf diese Art und Weise nur wenige Infektionen aufgefallen. Minder befürwortet die sogenannte Ausbruchs-Testung, die erst dann in Klassenverbänden vorgenommen wird, wenn ein Schulkind mit einer COVID-Erkrankung diagnostiziert wurde.

Grundsätzlich obliegt die Entscheidungsgewalt zur Einführung von Schul-Tests den Kantonen. Inwieweit die Ausbreitung der neuen Delta-Variante zu Einschränkungen führen wird, ist noch nicht absehbar.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

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