Eine neue COVID-19-Verordnung legt eine schweizweite Maskenpflicht in Einkaufsläden fest. Die Grossverteiler nehmen die Regeln eigenen Angaben zufolge ernst und machen überwiegend positive Erfahrungen – mit einzelnen Ausnahmen.

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In der Schweiz werden die Corona-Massnahmen aufgrund steigender Infektionszahlen verschärft. Die neue COVID-19-Verordnung sieht eine strenge Maskenpflicht in sämtlichen Einkaufsläden vor. Der kommen Grossverteiler wie Manor, Migros oder Coop eigenen Angaben zufolge auch nach – und sind dabei penibel. Wer die Maske verweigere, dürfe den Laden nicht betreten.

Erst am vergangenen Samstag (17. Oktober) hat in einem Manor-Restaurant im Emmen Center Luzern ein Mann das Tragen eines Mundschutzes verweigert. Die Folge: Da er auf mehrfache Bitte, das Gebäude zu verlassen, nicht reagiert hat, wurde er von der Polizei in Handschellen abgeführt.

Die meisten Menschen scheinen sich aber an die Maskenpflicht zu halten. Bei der Festnahme habe es sich um einen "Einzelfall" gehandelt, erklärt Fabian Hildbrand, Sprecher des Unternehmens Manor, dem Nachrichtenportal "blick.ch". "An diesem Samstag waren 18.000 Personen im Emmen Center, die sich korrekt verhielten."

Maske darf nur bei Attest verweigert werden

Manor befolge strikt die neue Verordnung des Bundes. "Unser Personal weist Leute ohne Maske darauf hin", betont Hildbrand. Liege kein Attest vor, durch das die Maskenpflicht entfällt, müsse die Person den Laden verlassen.

Ähnlich handeln auch Migros, Coop, Aldi Suisse und Lidl Schweiz, wie die Sprecher der Unternehmen bestätigen. Coop-Sprecherin Melanie Grüter versichert ebenfalls, dass sich der Grossteil aller Kunden an die Maskenpflicht halte und man dort überwiegend positive Erfahrungen mache.

Aldi Suisse: "Wir nehmen unsere Verantwortung ernst"

Auch Aldi Suisse gibt an: "Wir nehmen unsere Verantwortung ernst. So liegt uns die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter am Herzen". Aldi-Sprecher Thomas Liechti sagt, bei Lidl Schweiz herrsche bereits seit August eine Maskenpflicht für die Mitarbeiter. Nun weise man auch die Kunden auf die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes hin.

Dass sich die Detailhändler an eine Maskenpflicht halten, ist nicht verwunderlich. Schliesslich steht es so in der COVID-19-Verordnung geschrieben. Bei Verstössen müssen die Unternehmen mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Franken rechnen.

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