• Der Bundesrat hat am Montag (13. September) die Zertifikatspflicht ausgeweitet.
  • Unter anderem für Diskos und Tanzlokale gilt: Nur Personen mit COVID-Zertifikat haben Zutritt.
  • Aber auch die Kontaktdaten müssen wieder erhoben werden - bei Betreibern stösst diese Pflicht auf Kritik.

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Das Wochenende nutzen viele, um in Tanzlokalen und Diskotheken ausgiebig zu feiern. Dies ist allerdings nur Personen gestattet, die ein COVID-Zertifikat vorweisen können und somit geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Und noch eine weitere Massnahme verbirgt sich in der Corona-Verordnung des Bundes: Die Betreiber müssen darüber hinaus die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben.

Die Zertifikatspflicht stellt für Marco Uhlig, den Geschäftsführer des Club Heaven in Zürich, zwar kein Problem dar. Kritik äussert er laut dem Nachrichtenportal "20 Minuten" aber an der Kontaktdatenerhebung: "Wir schütteln alle den Kopf und fühlen uns stark benachteiligt", sagt er. Man sitze mittlerweile "schneller im Flugzeug, als dass man in einen Club kommt."

Die Schweizer Bar- und Clubkommission (SBCK) reagiert ebenfalls mit Unverständnis. Bei Konzerten könne ohne Angabe von Kontaktdaten getanzt werden, kritisiert Geschäftsführer Andreas Bücheli.

Contact Tracing mit Kontaktdatenerhebung leichter durchführbar

Seit Beginn begrüsse die SBCK "sinnvolle Pandemie-Massnahmen", nun habe sie jedoch "grosse Mühe, nachzuvollziehen, wieso wir wieder – als einzige Branche – die Kontaktdaten erheben müssen". Die Bereitschaft der Gäste dazu sei sehr klein. "Wir befürchten, dass Gäste wegbleiben werden: Geimpfte, weil es sie nervt, und Getestete, weil sie sich vor einer drohenden Quarantäne fürchten", erklärt Bücheli.

"Man weiss, dass in Lokalen, in denen sich die Leute sehr nahe aneinander bewegen, das Ansteckungsrisiko stark erhöht ist", sagt hingegen GLP-Nationalrat Martin Bäumle, der die Kontaktdatenerhebung befürwortet. Mit dieser Massnahme könne man das Contact Tracing bei etwaigen Infektionen zuverlässig durchführen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

EU-weites Covid-Zertifikat soll Reisen in Europa erleichtern

Künftig sollen Corona-Impfungen ganz einfach nachgewiesen werden können: Schnell einen QR-Code auslesen und schon sind Geimpfte etwa von einer Quarantäne befreit. Das Prinzip klingt simpel - in der Praxis muss sich das neue EU-Corona-Zertifikat aber noch beweisen.