• Im Tessin haben 33 Menschen Impfdosen verabreicht bekommen, die zu lange gelagert wurden.
  • Wie das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales mitteilte, hätten die Betroffenen in einem Impfzentrum in Bellinzona ihre zweite Dosis des Moderna-Impfstoffs erhalten.
  • Für die Gesundheit der Geimpften bestehe aber keine Gefahr.

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Eigentlich soll der Moderna-Impfstoff nach dem Abtauen nicht länger als 30 Tage gelagert werden. Das empfiehlt der Hersteller. Im Rahmen der Proximity-Impfkampagne wurden am 10. April im Zentrum von Bellinzona im Tessin Dosen des Moderna-Impfstoffs verabreicht. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass einige Vakzine bereits über die maximale Dauer gelagert worden waren – ungefähr zwei Tage länger als empfohlen.

Wie das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales berichtet, haben 33 Personen eine solche Zweitimpfung verabreicht bekommen. Die Betroffenen seien bereits informiert und beruhigt worden. Es bestehe keine Gefahr für die Gesundheit.

Betroffene können Wirkung testen lassen

Allen, die eine Moderna-Impfung erhalten haben, die länger als empfohlen gelagert wurde, bietet das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales nun einen serologischen Test an. Mit ihm kann die Immunantwort auf die Impfung überprüft werden - und festgestellt werden, ob sie geringer ausfällt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, "dass die Konservierung des Produkts über den angegebenen Grenzwert hinaus seine Wirksamkeit verringert hat", berichtet die Behörde weiter.

Impfstoff zu lange gelagert – aber nicht abgelaufen

Der Impfstoff war rund zwei Tage länger als empfohlen im Lager. Dies bedeute jedoch nicht, dass damit ein Verfallsdatum überschritten wurde, stellt die Behörde klar. Bei den Vorgaben von Moderna handele es sich um eine Lagerzeitbeschränkung, sobald das Produkt aufgetaut sei. "Im Falle des Impfstoffs von Moderna kann das Produkt nach dem Auftauen 30 Tage bei einer Temperatur zwischen 2 und 8 Grad gelagert werden", heisst es.

Wie konnte es passieren, dass der Moderna-Impfstoff nicht rechtzeitig verimpft wurde und dass erst später festgestellt wurde, dass er erst nach Ablauf der Lagerungsfrist verabreicht wurde? Das wird nun überprüft. Dafür zuständig sind das kantonale Apothekerbüro, die Stadt Bellinzona, die für die administrative und logistische Koordination des Zentrums verantwortlich ist, und das Grüne Kreuz Bellinzona. Letzteres ist für das Gesundheitsmanagement verantwortlich.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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