• Die Bevölkerung der Schweiz wächst – trotz Toter infolge der Corona-Pandemie.
  • Allerdings ist die Zunahme mit eine der schwächsten der vergangenen Jahre.
  • Insgesamt lebten 2020 61.100 Menschen mehr in der Schweiz als 2019.

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Ende 2020 lebten 8,7 Millionen Menschen in der Schweiz. Somit wuchs die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent. Das zeigen provisorische Ergebnisse 2020 der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Das Amt erklärt: "Die Bevölkerungszunahme entspricht derjenigen von 2018 und 2019 und ist damit erneut eine der schwächsten der letzten zehn Jahre."

2020 starben in der Schweiz 76.000 Menschen – 12,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem bei den Männern zeigt sich ein Anstieg der Todesfälle von 14,6 Prozent, bei den Frauen waren es 9,9. "Diese starke Zunahme hängt mit der COVID-19-Pandemie zusammen”, erklärt das Amt die gestiegenen Zahlen. Deshalb sank auch die Lebenserwartung in der Schweiz: Mittlerweile beträgt sie bei Männern 81,1 Jahre und bei Frauen 85,2 Jahre.

Die Corona-Pandemie lässt sich auch in anderen Zahlen erkennen. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, könnte die weltweite Krise Grund dafür sein, dass es 2019 zu weniger Eheschliessungen und Scheidungen kam. Laut aktuellem Trend werden in der Schweiz zwei von fünf Ehen geschieden. Eheleute, die sich letztendlich scheiden lassen, leben im Schnitt 15,6 Jahre zusammen.

Baby-Boom in Zeiten der Corona-Pandemie?

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist ein erwarteter Baby-Boom im Gespräch. Was ist dran an der Theorie? Bislang sieht es in der Schweiz nicht so aus, als würden mehr Babys während der Coronakrise gezeugt. Das Amt für Statistik weist jedoch darauf hin, dass sich "mögliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geburten […] erst ab Ende 2020 bzw. in den ersten Monaten 2021 eindeutig feststellen" lassen.

2020 ging die Zahl der Geburten zurück: 85.500 Babys kamen zur Welt, 2019 waren es 0,8 Prozent mehr. Wegen der gestiegenen Todesfälle lag der Geburtenüberschuss, also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, auf dem tiefsten Niveau seit 2004.

Einwanderung in die Schweiz nach wie vor beliebt

Wie auch in den Jahren zuvor zieht es einige Menschen in die Schweiz. 2020 verzeichnete das Amt für Statistik 163.000 Einwanderer, was jedoch ein bisschen weniger als in den Jahren zuvor ist. Dafür wanderten auch weniger Menschen aus der Schweiz ins Ausland aus.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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No-Covid-Ansätze schützen die Wirtschaft deutlich besser als Eindämmungsstrategien – das hat eine neue Studie aus Frankreich ergeben. In den Ländern, die die No-Covid-Strategie verfolgen, sind die volkswirtschaftlichen Schäden geringer als zum Beispiel in Deutschland.