• Die Corona-Lage in der Schweiz ist weiter besorgniserregend.
  • Mehrere Parteien fordern nun einen neuen Shutdown.
  • Sie wenden sich in einem gemeinsamen Brief an den Bundesrat.

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Restaurants, Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe sind aufgrund der Corona-Pandemie noch bis zum 22. Januar geschlossen. Während viele Menschen auf anschliessende Lockerungen der geltenden Massnahmen hoffen, schätzen mehrere Parteien die Lage offenbar äusserst kritisch ein. In einem gemeinsamen Brief an den Bundesrat fordern sie nun einen neuen Shutdown.

In dem Schreiben, das der "SonntagsZeitung" vorliegt, erklären die Grünliberale Partei und die Grünen, es seien nun "weitergehende Massnahmen" im Kampf gegen die Pandemie nötig. Balthasar Glättli, Präsident der Grünen, erklärt: "Es braucht einen temporären starken Shutdown."

Unterstützung bekommen beide Parteien von der SP, gemeinsam fordern sie die Einführung einer sogenannten Homeoffice-Pflicht. Möglicherweise sei auch eine erneute Schliessung von Geschäften notwendig.

Die FDP gab unterdessen ihre bisherige Position auf. Die Partei, die sich zuvor für Lockerungen ausgesprochen hatte, erwägt nun zumindest die Option, die geltenden Corona-Massnahmen über den 22. Januar hinaus zu verlängern.

Corona-Tote: Schweiz liegt international auf Rang sieben

Laut dem Informationsportal "SwissInfo" ist die epidemiologische Lage hierzulande laut Behörden derzeit als besorgniserregend einzustufen. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz bezüglich der Zahl der Todesfälle auf dem siebten Platz.

Aufgrund der neu aufgetretenen Virusmutationen in Grossbritannien und Südafrika hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Flugverbindungen in beide Länder vor kurzem eingestellt.

Trotz der alarmierenden Entwicklung sind jedoch weiterhin zahlreiche Skigebiete geöffnet. Die Entscheidung, sie zu schliessen, obliegt den einzelnen Kantonen. Einige haben bereits reagiert und ihre Anlagen geschlossen oder den Zugang begrenzt © 1&1 Mail & Media/spot on news