Unheimliche Geschichten, gruslige Ereignisse und unerklärliche Phänomene. Aus unserer Mystery-Serie haben wir für Sie die besten Geschichten des Jahres herausgesucht.

Manche Berichte lesen sich wie Auszüge aus einer Gruselgeschichte - zu unwirklich, um real zu sein. Doch tatsächlich verbirgt sich hinter jedem Fall eine eigene, rätselhafte Wahrheit. Manchmal findet die Wissenschaft eine Erklärung, doch nicht selten bleiben die Umstände mysteriös.

Die Todesbrücke: Massen-Selbstmord von Hunden

15 Meter hoch ist die Overtoun-Brücke, die den gleichnamigen Fluss im schottischen Milton überspannt. Seit ihrem Bau im Jahr 1895 sollen sich dort rund 600 Hunde in die Tiefe gestürzt haben.

Wissenschaftler gingen dem Phänomen auf den Grund und filterten aus der Zahl der mysteriösen Berichte 50 Fälle mit tödlichem Ausgang heraus - immer noch zu viele, um Zufall als Erklärung anzuführen.

Auch Hunde-Psychologe David Sands wollte herausfinden, was es mit der unheimlichen Todesbrücke auf sich hat. Beim Test-Spaziergang über das Bauwerk mit seiner Hündin "Hendrix" passierte es: Die Tierdame wollte sich urplötzlich losreissen, doch die Leine verhinderte Schlimmeres.

Mittlerweile fanden Forscher eine mögliche Begründung, warum Hunde von der Brücke in den Tod springen oder sich dabei verletzten.

Isla de la Muñecas: Einer der grusligsten Orte der Welt

Kinder lieben Puppen. Doch von der Puppeninsel am Stadtrand von Mexiko-City sollte man die Kleinen tunlichst fernhalten. Ein Besuch wäre mit ziemlicher Sicherheit ein traumatisches Erlebnis.

Selbst Erwachsene berichten nach einem Abstecher auf die Insel von albtraumhaften Eindrücken. Bis zum Jahr 2001 war der Blumenzüchter und Fischer Julián Santana Barrera der einzige Bewohner des Eilandes.

1951 hatte Barrera die Leiche eines toten Mädchens am Strand gefunden. Ein schockierendes Erlebnis, das Folgen haben sollte - für Barrera und für die Insel.

Der Mann entwickelte eine schaurige Besessenheit, fischte Puppen aus dem Müll und hängte sie in die Bäume der Insel, um den bösen Geist des Mädchens zu zähmen.

Als das nicht gelang und Barrera weiterhin die Schreie des Mädchens hörte, begann er im Wahn die Puppen zu verstümmeln.

Unheimlich sind dann auch die Umstände, die zu Barreras Tod führten.

Der Wald von Hoia Baciu: Betreten auf eigene Gefahr!

Ein Schäfer führt seine 200 Schafe in einen Wald nahe Cluj-Napoca im rumänischen Transsilvanien. Mensch und Tiere werden den Wald nie wieder verlassen, sie verschwinden spurlos.

Der Name des Schäfers: Hoia Baciu. Nach ihm wurde der scheinbar verfluchte Wald benannt. Zahlreiche Geschichten ranken sich um dieses Bermuda-Dreieck Rumäniens.

Wie die eines fünfjährigen Mädchens, das sorglos zwischen den Bäumen umherwanderte und plötzlich vom Erdboden verschluckt wurde. Erst fünf Jahre später tauchte sie wieder auf, in denselben Kleidern und ohne Erinnerung, was in der Zwischenzeit passiert war.

Eine Frau verschwand ebenfalls im Wald von Hoia Baciu. Als sie wieder auftauchte, fand sie eine Münze aus dem 15. Jahrhundert in ihrer Tasche. Andere Besucher des Waldes klagten über seltsame Hautausschläge und Kratzwunden.

Sie hatten zudem das Gefühl, beobachtet zu werden, hörten Kinderlachen. Manche plagten unerklärliche Angstgefühle. Doch was hat es mit dem Wald von Hoia Baciu auf sich?

Die grosse Mond-Lüge

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen morgens zum Frühstück die Zeitung auf und lesen das: "Ein Strand mit strahlend weissem Sand, umgürtet von wilden Felsen, offenbar aus grünem Marmor, mit Abgründen alle 200 bis 300 Fuss."

Sie lesen weiter und erfahren von einhörnigen Ziegen und menschenähnlichen Fluggeschöpfen. Sie erfahren, dass man all das auf dem Mond entdeckt hätte.

Heutzutage würden Sie die Zeitung abbestellen, falls Sie den Text nicht an einem 1. April zu lesen bekommen haben.

Doch damals, im Jahr 1835, hatte die "New York Sun" mit ihrer Artikel-Serie für eine vermeintliche Sensation und zwangsläufig rekordverdächtige Auflagen gesorgt.

Dank eines neuen Super-Teleskops des bekannten britischen Astronomen John Herschel seien diese Beobachtungen erst möglich geworden.

Doch die aberwitzige Geschichte hatte einen kleinen Haken.

Tötete eine Mumie 1.500 Menschen?

Der Untergang der Titanic gehört zu den bedauernswertesten Ereignissen in der Geschichte der Schifffahrt. Auf ihrer Jungfernfahrt kollidierte das angeblich unsinkbare Kreuzfahrtschiff am 14. April 1912 mit einem Eisberg und sank.

1.500 Menschen starben. Die Katastrophe wurde in zahlreichen Romanen, Sachbüchern und Filmen verarbeitet. Auch heute noch ranken sich Mythen und Legenden um das tragische Ereignis.

War das Schiff womöglich verflucht - ebenso wie die beiden Schwesternschiffe? Denn an Bord soll sich eine ägyptische Mumie befunden haben: Amen-Ra. Und die war gefährlich.

Bevor sie ihren Weg auf die Titanic gefunden hatte, soll die Mumie bereits für Tod und Verstümmelung verantwortlich gewesen sein.

Warum Kim nie aufs Klo musste

In Nordkorea gehen die Uhren anders. Die Machthaber des Kim-Clans sind nämlich mehr oder weniger gottgleich und besitzen Fähigkeiten, die sterbliche Menschen nicht mitbringen.

Kim Jong-Il beispielswese konnte das Wetter beeinflussen und bei Bedarf für Regen sorgen.

Und er gab dem Trainer der Fussball-Nationalmannschaft des Landes Anweisungen über ein unsichtbares Handy.

Die aber zweifellos praktischste Superkraft des Diktators: Kim musste nie aufs Klo.

Im Reich der Toten von Palermo

Hunderte tote Körper hängen in Nischen an den Wänden, manche gehalten von einem Draht. Manche haben den Mund geöffnet, bei anderen ist das Kinn auf die Brust gesackt.

Was sie noch gruseliger macht: Fast alle haben etwas an, zum Beispiel Rüschenkleider, Spitzenhauben, Anzüge oder Uniformen, von Motten zerfressen und voller Löcher.

Die Leichen befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Manche Gesichter sehen aus, als würden sie für immer lachen.

Manche Köpfe sind von einer ledrigen Haut überzogen, von anderen ist nur der Schädel übrig geblieben, verziert mit einem Hut und ein paar Haaren. Viele Körper wurden wohl von Insekten angenagt, bevor sie mumifizierten.

Andere sind halb verfault und trockneten erst später aus, sie haben Gesichter, die wie zerlaufenes Wachs aussehen. Kein Ort für schwache Nerven.

Der Hexen-Wahnsinn von Salem

In einem einzigen Sommer werden 19 Menschen gehängt, unter anderem ein Prediger sowie fünf weitere Männer. Der Wahn befiel Salem im Winter 1691/92, als sich die junge Abigail Williams plötzlich extrem merkwürdig benahm.

Sie kroch auf dem Boden herum, versteckte sich und gab nur noch unverständliche Worte von sich. Ihre Cousine Betty Parris verhielt sich bald ähnlich.

Innerhalb weniger Wochen folgten weitere Mädchen aus Salem, einem kleinen Ort in der Nähe des heutigen Boston.

Es war der Anfang einer unheimlichen Massenhysterie mit schrecklichen Folgen. Eine wirkliche Erklärung gibt es bis heute nicht.

Der Horror am Djatlow-Pass

Neun Frauen und Männer sind im Februar 1959 mit Skiern im Ural unterwegs, sie wollen den Otorten-Gipfel besteigen. Keiner von ihnen kehrt lebend zurück.

Der Pass, an dem sich Grauenvolles abgespielt haben muss, wird später nach dem 23-jährigen Gruppenanführer Igor Djatlow benannt.

Die Leichen der zwei Frauen und sieben Männer werden ausserhalb ihrer Zelte gefunden. Fussabdrücke führen zu einem nahegelegenen Wald, dort entdeckt der Suchtrupp die Reste eines Feuers und zwei Leichen. Die Leichen sind teilweise nackt.

Drei der Opfer sind verletzt: Sie weisen Schädel- und Rippenbrüche auf. Ein Experte sagt später, die Wucht der Gewalteinwirkungen seien mit einem Autounfall vergleichbar. Einer Frau fehlt die Zunge. Spuren eines Kampfes gibt es aber nicht.

Allerdings ist das Zelt der Gruppe von innen aufgeschlitzt. Was war passiert?