Diese Top-Sportler verabschiedeten sich 2020 aus dem Profidasein

Karrieren sind unterschiedlich lang, doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie enden. Zum Ende des Jahres ehren wir alle Sportler, die sich im Jahr 2020 in den Ruhestand verabschiedet haben. Einer hat sogar schon einen neuen Job.

Der langjährige Kapitän von Manchester City wird wohl nie wieder einen Platz als Spieler betreten. Vincent Kompany war im Verein wie auch bei der Nationalmannschaft zumeist der unumstrittene Kapitän und Leader der Mannschaft. Unvergessen: sein Hammer-Tor in der Saison 2018/19, das City zum Meister der Premier League kürte. Mittlerweile ist er wieder bei seinem belgischen Heimatklub RSC Anderlecht als Spielertrainer aktiv.
Long live Vince: Über 20 Jahre spielte Vince Carter in der NBA und war vor allem wegen seiner überragenden Athletik bekannt, die ihm auch den Spitznamen "Air Canada" einbrachte. Die längste Zeit seiner aktiven Laufbahn spielte er für die Toronto Raptors, doch gegen Ende seiner Karriere wurde er immer mehr zum Wandervogel. Für die Atlanta Hawks bestritt der achtfache All-Star und Dunk-Contest-Sieger sein letztes Spiel in der besten Basketballliga der Welt.
Auch Sandro Wagner hatte offenbar genug gesehen in seiner Karriere. Für die chinesische Mannschaft Tianjin Teda bestritt der bullige Stossstürmer sein letztes Spiel. Doch nicht nur auf dem Platz sorgte er für Furore. In Interviews geriet er häufig mit Journalisten aneinander und war nie um einen frechen Spruch verlegen. Inzwischen darf er diese Fähigkeiten als Experte beim Streamingdienst DAZN beweisen.
Lange Zeit war Claudio Pizarro mit 195 Toren der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte. Das ihn mittlerweile ein gewisser Robert Lewandowski überholt hat, wird ihm wohl egal sein. In seiner Laufbahn spielte er zumeist für den FC Bayern und Werder Bremen. Bei den Grün-Weissen hat der Peruaner nun auch seine aktive Laufbahn beendet.
Mit 677 Premier-League-Spielen ist Gareth Barry der meist eingesetzte Spieler in der Geschichte der ersten englischen Fussballliga. Allein für seinen Jugendklub Aston Villa stand er über 350-mal auf dem grünen Rasen. Der zentrale Mittelfeldspieler war vor allem für seinen Kampfgeist und Siegeswillen bekannt. Nun, im Alter von mittlerweile 39 Jahren, hat er sich dafür entschieden seiner Karriere ein Ende zu setzen.
Für Andre Schürrle ging es in seiner Zeit als Fussballer meist steil nach oben. Doch dann kam der Bruch. Der Vorlagengeber des entscheidenden Tors im WM-Finale 2014 wurde nach seiner Zeit in Mainz und Leverkusen nicht mehr richtig glücklich. Nach seinen erfolgreichen Jahren in Mainz unter Thomas Tuchel und Leverkusen ging es über Chelsea nach Wolfsburg, Dortmund, Fulham und schliesslich zu Spartak Moskau. Dort beendete der gerade einmal 31-Jährige auch seine Karriere.
Eine Verabschiedung, die einem Leighton Baines nicht gerecht war. Durch die Corona-Pandemie und den dementsprechenden Einschränkungen konnte der langjährige Kapitän Evertons sein letztes Spiel im Goodison Park nur vor leeren Rängen bestreiten. Der Linksverteidiger war über Jahre eine der wenigen Konstanten im Spiel der Toffees, konnte jedoch nie einen Titel gewinnen.
Der im Baskenland geborene Aritz Aduriz wurde in der Jugend Bilbaos ausgebildet. Von 2004 bis 2010 spielte er für unterschiedliche spanische Erstligisten, bis es ihn wieder zurück in seine Heimat verschlug. Dort spielte er bis zum Ende der Saison 2019/20 und kam auf 96 Tore in 231 Spielen. Ausserdem ist er der bislang einzige Spieler, der fünf Tore in einem Spiel der Europa League erzielte.
Für einen Verein, ein Leben lang. Spieler wie Loïc Perrin sind selten geworden. Seine komplette Profi-Karriere verbrachte der früh ergraute Innenverteidiger beim AS Saint-Étienne. Fast 400 Spiele absolvierte er und gewann zudem im Jahr 2013 den Coupe de la Ligue gegen Stade Rennes. Der für einen Innenverteidiger recht kleine Franzose war für sein robustes Zweikampfverhalten bekannt und geschätzt beim Rekordmeister Frankreichs.