• 2017 hat ein damals 21-Jähriger seine Kollegin ermordet.
  • Drei Monate später wurde die Leiche der 19-Jährigen am Neuenburgersee in Cheyres entdeckt.
  • Dem Täter droht nun eine lebenslange Haft.

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In der Schweizer Gemeinde Granges-Paccot wird zurzeit ein Verbrechen aufgeklärt, das bereits vier Jahre zurückliegt. Ein damals 21 Jahre alter Mann hat offenbar seine 19-jährige Kollegin durch einen Schlag auf den Kopf schwer verletzt und zum Sterben am Ufer des Neuenburgersees in Cheyres zurückgelassen. Dem Täter droht nun eine lebenslange Haft.

Die junge Frau galt seit Ende November 2017 als vermisst und wurde drei Monate später im Sumpfgebiet des Sees aufgefunden, wie die Seite der "Freiburger Nachrichten" berichtet. Ihre Leiche wies Kopfverletzungen auf, die möglicherweise von einem Hammer stammen. Ausserdem war die junge Frau gefesselt. Die Staatsanwaltschaft vermutet einen sexuellen Missbrauch, da ihr Pullover und ihre Jacke hochgezogen waren und ihre Hose fehlte.

Aufgrund des Zustands der Leiche, konnte man nicht sicher sagen, wann die Frau genau zu Tode kam. Was sicher ist: Sie starb nicht durch den Schlag auf den Kopf.

Opfer vermutlich erfroren oder ertrunken

Beim Gerichtsprozess bekannte der Angeklagte sich zunächst schuldig, änderte seine Aussagen aber immer wieder. Laut den "Freiburger Nachrichten" sagte er aus, dass die Frau noch lebte, als er sich von ihr entfernte. Er habe sie gefesselt, als sie bewusstlos war und sie dann zurückgelassen.

Die Behörden vermuten, dass die 19-Jährige daraufhin entweder erfroren oder ertrunken ist. Damals sei es in der Gegend zwischen fünf und acht Grad kalt gewesen. Aufgrunddessen, dass der Angeklagte immer neue Aussagen tätigte und den Ablauf des Tathergangs änderte, verliert er vor Gericht immer mehr an Glaubwürdigkeit.

Täter und Opfer kannten sich

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin sagte 2018 laut den "Freiburger Nachrichten", dass Täter und Opfer eine freundschaftliche Beziehung pflegten. Laut Angehörigen sei der Täter in die 19-Jährige verliebt gewesen.

Am Mittwoch (15. September) soll das Urteil gegen den mutmasslichen Mörder gesprochen werden. Der Verteidiger des Angeklagten betont, dass die Tat zwar unleugbar schwer sei, den 25-Jährigen aber nicht zum Monster mache.

Er plädiert auf vorsätzliche Tötung mit einer Mindesthaft von fünf Jahren. Die Staatsanwaltschaft fordert hingegen lebenslänglich. Bei Mord drohen dem 25-Jährigen mindestens zehn Jahre Gefängnis.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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