Die Corona-Massnahmen des Bundes verbieten es, dass sich mehr als 50 Personen in Restaurants, Bars und Diskotheken aufhalten. Restaurant-Besitzer stellt das vor ein Problem: Welche Gäste lässt man rein, welche nicht?

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Die Ausbreitung des Coronavirus soll eingedämmt werden. Am Freitag beschloss der Bundesrat daher, die Massnahmen zum Schutz der Gesundheit zu verschärfen. Dazu gehört auch das Verbot, mehr als 50 Personen in Restaurants, Bars und Diskotheken einzulassen.

Restaurant-Pächter: "Wir müssen Einlass-Polizei spielen"

Für Restaurant-Besitzer und -Pächter wie Lukas Roduner bedeutet das, Gäste abweisen zu müssen. "Wir müssen Einlass-Polizei spielen", sagt der Pächter des Restaurants Schwendelberg in Horw im Kanton Luzern im Gespräch mit "blick.ch". "Wie soll ich entscheiden, wen ich reinlasse und wen nicht? Das ist unmöglich."

Grundsätzlich halte der 45-Jährige die Massnahme für sinnvoll, um die Ansteckungsgefahr mit dem Virus zu minimieren. Die Einlass-Entscheidung bereite ihm jedoch Bauchschmerzen. "Gebe ich dann einem Gast auch nur einen Kaffee oder warte ich auf einen, der auch isst? Das ist ein schreckliches Dilemma", erklärt Roduner.

Servicepersonal zählt zu den 50 erlaubten Personen

Im Restaurant mit Blick auf den Vierwaldstättersee finden bis zu 200 Personen Platz, die gerade an sonnigen Wochenenden dort einkehren wollen. Nun muss Roduner viele abweisen. "Das tut uns im Herzen weh, weil wir ja eigentlich Platz hätten", sagt er.

Zu den 50 Personen, die sich im Restaurant aufhalten dürfen, sind nicht ausschliesslich Gäste zu zählen. Laut Gastgewerbe und Gewerbepolizei Luzern müsse das bedienende Servicepersonal mit eingerechnet werden. Pächter Lukas Roduner darf mit zwei Servicekräften also nur 48 Gäste einlassen. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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