Im September 2017 stürzte eine PC-7 am Schreckhorn ab. Der Pilot des Flugzeugs kam dabei ums Leben. Nun ist auch die Unfallursache klar: Der 51-Jährige hatte sich falsch verhalten und flog auf Sicht.

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Eigentlich hatte ein 51-jähriger Pilot im September 2017 einen dreistündigen Sichtflug über die Alpen geplant. Dann kollidierte er jedoch kurz unterhalb des Schreckhorn-Gipfels mit der westlichen Bergflanke. Erst jetzt konnte die Unfallursache geklärt werden.

Im Sichtflug über Alpenhauptkamm

Der Absturz "ist auf ein Fehlverhalten des Piloten zurückzuführen", lautet die Erklärung im Schlussbericht der Militärjustiz. Das Flugzeug habe sich zum Zeitpunkt des Unfalls in den Wolken befunden.

"Es ist davon auszugehen, dass der Pilot während des ganzen Flugs bis zum Unfall nach Sichtflugregeln flog", heisst es weiter.

Verfahren wird eingestellt

Die Wetterbedingungen hätten es jedoch nicht zugelassen, mit reinem Sichtflug über den Alpenhauptkamm zu fliegen. Trotzdem sei der Pilot auf Sicht geflogen, statt sich an die Instrumentenflugregeln zu halten, die in diesem Fall durchgeführt hätten werden müssen.

Ob das Verhalten des Piloten militärstrafrechtlich relevant ist, wird offen bleiben. Das Verfahren wird keine weiteren Folgen haben, da der 51-Jährige ums Leben kam. Das Flugzeug wurde bei dem Unfall vollständig zerstört. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN