Von den einen geliebt, von den anderen gehasst: E-Trottis verändern das Strassenbild der grössten Schweizer Städte. Ein skandinavischer Anbieter plant jetzt die Erweiterung auf die Provinzen.

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Das Konzept der modernen Elektro-Flitzer könnte einfacher nicht sein: Die App des Anbieters aufs Smartphone laden, anmelden, E-Trotti entsperren und losfahren. In Zürich, Basel und Winterthur ZH kurven sie bereits herum. 100 E-Trottinette hat der schwedische Hersteller Voi Ende Juli alleine in St.Gallen bereitgestellt.

Doch wenn es nach dem skandinavischen Anbieter geht, sollen es schweizweit bald noch viel mehr werden: Wie "Blick" berichtet, will Voi weiter expandieren und plant laut Geschäftsführer Claus Unterkircher, auch alle mittelgrossen Städte in sein Netz aufzunehmen. Infrage kommen unter anderem Luzern, Biel BE und Lugano TI.

Voi steht im Austausch mit den Schweizer Behören

Im Unterschied zu anderen E-Trotti-Anbietern arbeitet Voi eng mit den Behörden zusammen, den Zuschlag für Winterthur etwa gab es nach einer öffentlichen Ausschreibung. "Wir wollen eine Alternative zum Auto bieten", sagt Unterkircher zu "Blick".

Tests haben gezeigt, dass durch die Umstellung auf E-Trottis die Innenstädte entlastet würden. Hinzu komme laut Unterkircher die Effizienz: Um eine Person mit ­einem E-Auto zu bewegen, braucht es 20 bis 30 Prozent mehr Energie als mit einem E-Trotti.

Preislich können die E-Trottinetts zwar nicht mit dem öffentlichen Verkehr mithalten, seien aber günstiger als ein Taxi.

Geld zurück für korrektes Parkieren

Noch bis Anfang November laufe in St. Gallen das Voi-Pilotprojekt. Bisher würden die E-Roller, so Karin Hungerbühler von der St. Galler Stadtverwaltung, rege genutzt. Man habe allerdings Zonen eingerichtet, damit sie nur an dafür vorgesehenen Abstellplätzen für Velos und Trottinetts parkiert werden dürfen.

Das skandinavische Unternehmen betont, dass es im Umgang mit den Einsatzorten seiner E-Zweiräder einen partnerschaftlichen Ansatz verfolge. Unter anderem sollen Teile des Fahrpreises erstattet werden, wenn E-Trotti-Fahrer in ausgewiesenen Zonen parken. (jkl)

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