Der Bundesrat hat als Folge der Ausbreitung des Coronavirus am Freitag weitere Massnahmen ergriffen: Schulen bleiben geschlossen, Veranstaltungen werden grösstenteils abgesagt. Viele Schweizer reagierten mit Hamsterkäufen. Die Folge: Leere Regale in den Supermärkten.

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Bis Ende April sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen verboten, in Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich nicht mehr als 50 Personen befinden. Ausserdem bleiben die Schulen bis 4. April geschlossen. Der Bund hat am Freitag verschärfte Massnahmen gegen die Corona-Krise beschlossen.

Dennoch gebe es "keinen Grund, jetzt Panik zu haben", betonte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga während der Medienkonferenz. Einige Schweizer sehen das offensichtlich anders: Hamsterkäufe haben sich nach Ankündigung der Massnahmen in den Supermärkten gehäuft.

Migros und Coop sind betroffen

Betroffen waren laut "20min.ch" Supermärkte wie Migros und Coop in den Kantonen Zürich und Waadt. Tiefkühlprodukte, Gemüse und Toilettenpapier seien besonders gefragt.

"Wir setzen alles daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen", sagte Coop-Sprecherin Rebecca Veiga. Bei Migros seien laut Sprecher Marcel Schlatter besonders Hygieneprodukte, Konserven, Mehl und Zucker beliebt. Eine erhöhte schweizweite Nachfrage verzeichne das Detailhandelsunternehmen schon seit drei Wochen.

Keine Versorgungslücken zu erwarten

"Es wird keine Versorgungslücken geben, es sind genügend Lebensmittel für alle vorhanden", sagte Schlatter "blick.ch". "Dank eines Grosseinsatzes wurde in kürzester Zeit eine Lieferkette aufgebaut, die der erhöhten Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs Rechnung trägt."

Der Migros-Online-Shop habe derzeit mit Lieferverzögerungen zu kämpfen. Denn viele Kunden, die sonst in den Filialen einkaufen, seien auf "leshop.ch" umgestiegen. "Es kommt dort deshalb zu verspäteten Auslieferungen von zurzeit rund drei Tagen", erklärte Schlatter.

Bei Coop seien Engpässe aktuell kein Thema. "Wir gehen aber davon aus, dass die Nachfrage weiterhin hoch bleibt", sagte Sprecherin Veiga. Der Online-Shop "Coop@Home" verzeichne in den letzten Tagen doppelt so viele Bestellungen. Mit Verzögerungen sei dort jedoch nicht zu rechnen. (tae)  © spot on news