Das neuartige Coronavirus breitet sich immer weiter aus. In der Schweiz wurden zuletzt 15 Infizierte bestätigt. Viele Menschen, die vermeintliche Coronavirus-Symptome aufweisen, besuchen die Notaufnahme. Das Bundesamt für Gesundheit rät jedoch davon ab.

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Weil sich das Coronavirus auch in der Schweiz immer weiter ausbreitet, hat der Bundesrat die Situation als "besondere Lage" gemäss Epidemiengesetz eingestuft und verbietet Grossveranstaltungen ab 1.000 Personen. Zuletzt gab es 15 bestätigte Covid-19-Fälle in der Schweiz.

Die Notaufnahmen verschiedener Spitäler erleben einen regelrechten Ansturm, wie "20min.ch" berichtet. "Viele Menschen kommen mit Ängsten zu uns. Wir haben das Personal aufgestockt", erklärte Adrian Grob, Sprecher der Berner Insel Gruppe. Angst müsse man nicht haben.

"Dennoch beraten und untersuchen wir jede einzelne Person", sagte er. Das Inselspital Bern habe sogar einen Untersuchungspfad vor der Notfallstation errichtet, um Behandlungen mit Priorität vorziehen zu können.

Grosser Ansturm auch in Zürich und Graubünden

Auch beim Universitätsspital Zürich kommen in den letzten Tagen mehr Menschen in die Notaufnahme, die sich auf das neuartige Coronavirus untersuchen lassen wollen. "Das führt im Notfall zu sehr viel Aufwand und bindet Ressourcen", hiess es vonseiten des Spitals.

Ähnlich sieht es auch im Kanton Graubünden aus: "Wir haben durch das Coronavirus deutlich mehr Anrufe und auch Personen, die beim Notfall vorbeikommen", erklärte Dajan Roman, Leiter Kommunikation beim Bündner Kantonsspital. Einige Personen darunter seien in Sorge, sich mit dem Virus angesteckt zu haben.

"Das Spital hat eine interne Taskforce, die sich täglich trifft und dann schaut, welche Massnahmen getroffen werden müssen", sagte Roman. In der Notaufnahme gebe es nun eine separate Zone, in der man einen Abstrich für den Test vornehmen könne. Des Weiteren würde das Personal aufgestockt sowie Schichten erweitert und angepasst.

Ist der Besuch einer Notaufnahme wirklich nötig?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät Personen, die Symptome aufweisen, sich zuerst telefonisch an einen Arzt zu wenden und nicht gleich eine Notaufnahme zu besuchen. Wer Fragen zur neuartigen Krankheit Covid-19 hat, kann auch die Hotline des BAG nutzen.

Auch hier ist der Andrang allerdings gross: "Wartezeiten von fünf bis zehn Minuten oder teilweise auch etwas länger sind leider momentan nicht ausgeschlossen", erklärte die Betreiberfirma Medgate. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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