Schweizer Schüler schnitten im "Pisa"-Test in Mathematik besonders schlecht ab. Die schlechten Noten sollen aber nicht nur an den Schülern gelegen haben.

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Nur drei von fünf Schülern können gut rechnen: So lautet das Resultat des landesweit durchgeführten Schülertests in Mathematik. Doch nach dem schlechten Abschneiden der Schüler regt sich nun der Protest: Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, sollen vor allem die gestellten Aufgaben schlicht zu schwierig gewesen sein.

Gestellte Matheaufgaben bekommen Note 6

Die Zeitung beruft sich auf ein Gutachten des "Luxemburger Zentrums für Bildungstests" (EDK). In ihrem Bericht halten die Luxemburger Experten fest: Die Datenerhebung und -analyse entspreche beim Schweizer Test den aktuellen wissenschaftlichen Qualitätsstandards. Für die gestellten Mathe-Aufgaben gibt es aber die Note ungenügend – diese seien laut EDK "übertrieben ambitioniert" gewesen.

Ein zusätzlicher Schwierigkeitsgrad bei der Überprüfung sei laut EDK der gemeinsame Nenner an Grundkenntnissen. "Wir haben wirklich hart versucht zu verstehen, wie genau diese Minimalanforderungen entstanden sind [...] aber weder die verfügbaren Dokumente noch Interviews haben eine wissenschaftlich befriedigende Antwort geliefert", zitiert die "SonntagsZeitung".

2015 war Schweiz noch Spitzenreiter in Mathe

Die zu hohen Prüfungsanforderungen würde auch den grossen Unterschied zu den Testergebnissen aus dem Jahr 2015 erklären. Damals erreichten Schweizer Schüler im Fach Mathematik noch den europäischen Spitzenplatz. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN

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