Das Coronavirus macht auch vor der Skisaison nicht halt. Wegen steigender Infektionszahlen bilden sich bei Veranstaltern und Verleihern nun Sorgenfalten. Um den Wintersport trotz der Gefahr eines Lockdowns attraktiv zu machen, haben sich viele Ski- und Snowboard-Vermietungen etwas einfallen lassen.

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Viele Skivermietungen bieten im Fall eines erneuten Lockdowns Rückerstattungen an. Kunden, die sie in Anspruch nehmen wollen, müssen aber hartnäckig bleiben.

Seit Beginn der Corona-Pandemie muss die Tourismus-Branche ums Überleben kämpfen. Rabatte, Billig-Angebote und Erstattungen sollen potentielle Urlauber anlocken. Auch die kommende Wintersport-Saison steht unter keinem guten Stern, schliesslich hängt der Lockdown wie ein Damoklesschwert über den Schweizer Skiregionen. Wer sich trotzdem auf geliehene Bretter wagt, soll im Falle eines Lockdown von den Verleihern entschädigt werden – teilweise.

Auf Anfrage von "srf.ch" schreiben einige Sportgeschäfte, dass sie ihren Kundinnen und Kunden bei einem nationalen Lockdown jene Tage rückerstatten, die nicht mehr genutzt werden können. Dabei gehen die Verleiher nach unterschiedlichen Formeln vor, heisst es weiter.

Jeder Verleiher hat eine andere Erstattungs-Formel

Ein Beispiel: Parsennsport in Davos gibt demnach an: "Bezahlter Preis mal Ausfalltage geteilt durch 150 Betriebstage (Mitte Nov. – Mitte April)." Die Stöckli Swiss Sports AG bietet eine kostenloses Rückgaberecht bei einem Vertragsabschluss bis zum 11. Dezember 2020.

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Die Sorge um die Skisaison treibt auch die Politik um. "Natürlich wird es eine Skisaison geben", versicherte Wirtschaftsminister Guy Parmelin im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Aber: "Sie wird nur stattfinden, wenn die Sicherheitskonzepte glaubwürdig und durchführbar sind und die Leute ihre individuelle Verantwortung wahrnehmen."

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am 26. Oktober in der Schweiz und Liechtenstein 17.440 neue Corona-Ansteckungen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Skifahren in Corona-Zeiten: Pistensaison an Zugspitze ab November

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