Im Tessin werden immer wieder Geldautomaten in die Luft gesprengt. Schuld daran ist laut Experten auch eine zu geringe Strafe für Panzerknacker.

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Ein lauter Knall, ein verwüsteter Bankautomat und leichte Beute: Im Tessin treibt eine italienische Verbrecherbande ihr Unwesen. Schon vier Mal in etwas über drei Monaten schlugen die Panzerknacker zu und türmten danach über die italienische Grenze.

Als Grund für derartige Dreistigkeit sehen Experten laut "Blick.ch" auch die zu geringen Strafen für solche Diebeszüge.

Denn trotz des Einsatzes von selbstgebauten Sprengstoffen gelte es juristisch gesehen als Diebstahl und nicht etwa als bewaffneter Raubüberfall, einen Automaten zu sprengen. Abschreckend wirkten die drohenden Strafen daher nicht.

Nach Bankraub: Flucht ohne Hindernisse

Warum Festnahmen trotz des wenig subtilen Vorgehens der Diebe zudem schwierig sind: Viele kleine Grenzübergänge zwischen der Schweiz und Italien sind nachts unbewacht.

Noch bevor die Kapo eintrifft, sind die Verbrecher also schon über die nur wenige Kilometer entfernte Grenze geflüchtet.

Als Lösung des akuten Problems ist den Experten zufolge daher die Einführung einer 24-Stunden-Überwachung sämtlicher Grenzübergänge nötig. (stk)  © 1&1 Mail & Media / SN