Basel gilt als Hotspot für Schlägereien und weist darüber hinaus die höchste Dichte an Gewaltstraftaten auf. Das zeigt der SRF nun mit eigenen Aufzeichnungen eines Kamerateams, das zwei Jugendpolizisten auf nächtlicher Patrouille begleitet hat.

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Nachdem Basel im vergangenen Jahr 12,6 Gewaltdelikte pro 1.000 Einwohner vorzuweisen hatte, wurde die Stadt zur gewalttätigsten der Schweiz ernannt. Immer wieder kommt es zu brutalen Auseinandersetzungen und Schlägereien. Das führt auch ein Kamerateam des SRF nun vor Augen, das zwei Jugendpolizisten bei ihren nächtlichen Streifen für eine neue Folge der Serie "DOK" begleitet hat.

"Die Gewalt ist intensiver heute"

Gemeinsam mit Ajrim Wüst, einem Rapper und ehemaligen Schläger, begeben sich Reporter und Polizisten darin auf den Basler Theaterplatz. "Wer eine Schlägerei sucht, der findet sie", heisst es laut "20min.ch" in der "DOK"-Episode. Der Platz sei ein Hotspot für Schlägereien. Je später der Abend, desto höher sei das Risiko, weiss Jugendpolizistin Tosca Stucki.

"Die Gewalt ist intensiver heute", sagt Jugendpolizist Jan Wildhaber in der Folge. Es werde schneller zu Gegenständen gegriffen und sei zudem üblich, dass auch weiter auf die Person eingeschlagen werde, obwohl sie am Boden liege. Gemeinsam suche das Duo den Theaterplatz drei bis viermal pro Abend ab.

Alkohol und Drogen erhöhen Gewaltbereitschaft

"Es ist schon fast wie im Zoo", erklärt Wüst. Laut des geläuterten Gewalttäters sei die Polizei zwischen Heuwaage und Theater, einer Basler Ausgehmeile, dauerhaft im Einsatz. Zu bestimmten Zeiten sei es von vornherein klar, dass es dort zu Schlägereien kommen würde. Doch warum neigen die Menschen mittlerweile immer mehr zur Gewalt?

Einer der Gründe sei der Konsum von Drogen und Alkohol. Dadurch würden die Hemmungen fallen und die Menschen seien schneller gewaltbereit. Darüber hinaus würden die Leute aber auch eine Art Adrenalinkick verspüren, wenn sie jemanden schlagen.

Die "DOK"-Folge "Bedrängt. Bedroht. Geschlagen – Alltägliche Gewalt auf der Strasse" wird am 21. November um 20:05 Uhr auf SRF1 ausgestrahlt. (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN