Mit seinem Elektro-Roller ist ein Rentner auf der Autobahn A2 Richtung Baseler Flughafen auf Entdeckungsreise gegangen. Ein Autofahrer wollte ihn auf seinen Irrweg aufmerksam machen - doch der alte Mann gab weiter Gas.

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Mit seinem Elektro-Rollstuhl ist ein Rentner am Donnerstagabend auf der Autobahn A2 in Basel Richtung Flughafen auf Spritztour gegangen. Auf dem Heimweg wurde er von einem "Blick"-Leser bemerkt und gefilmt.

"Ich wollte die gefährliche Situation entschärfen, habe versucht, ihn auf seinen Fehler aufmerksam zu machen", sagte Arton Doberdolani dem Portal.

Falschfahrer wimmelt seinen Helfer ab

Der alte Herr soll dennoch weiterhin seelenruhig über die Autobahn gefahren sein - und wimmelte seinen Helfer ab. "Er hat mit dem Kopf geschüttelt und mit seinem Arm eine 'Hau-ab-Geste' gemacht", so Doberdolani.

Bei der Ausfahrt St. Johann habe der Rentner mit seinem Rollstuhl die Autobahn verlassen. Wohin er gefahren ist, ist unbekannt.

Rollstuhl-Spritztour ist strafbar

Der 38-jährige Doberdolani vermutet, dass dies nicht die erste Autobahn-Spritztour des Rentners gewesen sei. "Möglicherweise kürzt er so seinen Weg ab." Die Kantonspolizei hat sich bisher nicht zu dem Fall geäussert.

Strafbar ist die Fahrt in jedem Fall. Auf der Autobahn sind nur Fahrzeuge erlaubt, die mindestens 80 Kilometer pro Stunde fahren können. Je nach Hersteller sind mit diesen Rollis nur Geschwindigkeiten von bis zu 15 Stundenkilometern möglich.

Immer wieder verirren sich Personen mit elektrischen Rollstühlen auf die Autobahn. Erst Ende Juli hielt die Kantonspolizei eine Rentnerin auf der A2 mitsamt ihrem fahrbaren Untersatz an. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN