• Durch die vielen Überschwemmungen herrschen perfekte Bedingungen für Mückenlarven.
  • Um eine Plage zu verhindern, fliegen Helikopter mit Pestiziden über das Land.
  • Ausrotten wolle man die Tiere jedoch nicht.

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Mit Helikoptern gegen eine bevorstehende Stechmückenplage: Die vielen Regenfälle der letzten Wochen haben in der gesamten Schweiz für Überschwemmungen gesorgt. In vielen Gebieten schlüpfen deshalb zahlreiche Mücken aus ihren Eiern.

Um die drohende Plage abzuwenden, fliegen nun Helikopter über die betroffenen Regionen und versprühen Bio-Pestizide, durch die die Larven absterben sollen. "Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Leute nach Möglichkeit vor Stechmücken zu schützen", sagt Professor der ETH für Mikrobiologie Peter Lüthy laut "20min.ch" der "SonntagsZeitung".

Pro Quadratmeter bis zu 10.000 Eier

Rheinschnaken und Wiesenmücken verbreiten sich vor allem in Überschwemmungsgebieten. Diese Arten legen ihre Eier am Boden in der Nähe von Feuchtgebieten ab. Werden die Eier von Wasser unterspült, schlüpfen diese. Lüthy zufolge könnten es pro Quadratmeter bis zu 10.000 Eier sein.

Nun wird den Mücken der Kampf angesagt. Weil die Gebiete zu gross seien, müsse man die Insekten über den Luftweg bekämpfen. Das Biopestizid Vectobac-G wird mit Maisschrot vermengt und per Helikopter verbreitet. Innerhalb weniger Stunden nach Aufnahme des Giftstoffs würden die Larven absterben.

Einsätze im Tessin und am Greyerzersee

Bisher gab es schon Helikoptereinsätze in der Megadinoebene im Tessin, im Gebiet der Rhonemündung in der Waadt und am Greyerzersee. Es wurden jeweils 180 Kilo bis zwei Tonnen von dem Pestizid verstreut. "Es steht uns jeweils ein Zeitfenster von zwei bis drei Tagen zur Verfügung", erklärt der Professor. Würde man abwarten, bis die Mücken geschlüpft sind, sei es schon zu spät.

Es hätte "katastrophal" enden können

Man wolle die Tiere mit diesen Aktionen jedoch nicht ausrotten. Es gehe lediglich darum, Hochs zu vermeiden. In der aktuellen Saison würden vor allem Camper und einzelne Dörfer von den Mücken heimgesucht werden. Hätte man nicht so schnell reagiert, wäre es nach Angaben des Forschers für diese Leute "katastrophal" geworden.

Die vielen Überschwemmungen haben laut Lüthy jedoch auch etwas Positives: Die Larven der im Herbst auftretenden Hausschnaken seien vermutlich weggespült worden.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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