Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der Geldwäscherei-Meldungen in der Schweiz drastisch gestiegen. Einen möglichen Grund dafür liefert nun ein jüngster Bericht des Bundes.

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Die Anzahl an Meldungen von Geldwäscherei ist zwischen 2010 und 2019 um ganze 13 Prozent gestiegen. Das zeigt der am Montag veröffentlichte Bericht der interdepartementalen Koordinationsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Doch was steckt hinter der enormen Zunahme?

Vermittler spielen entscheidende Rolle

Wie unter anderem das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) berichtet, könne das Risiko von korruptionsbezogener Geldwäscherei mittlerweile von Finanzintermediären relativ gut erkannt und eingeschätzt werden.

Viele der kriminellen Handlungen seien dabei vor allem auf Ursprungsländer in Lateinamerika zurückzuführen, heisst es in dem Bericht weiter.

Justiz reagiert

Zwar sei die Herkunft von korruptionsbezogenen Vermögenswerten nicht leicht zu identifizieren, dennoch kann die Justiz Erfolge verbuchen. "Die Strafverfolgung durch die Schweizer Justizbehörden ist angemessen und hat zu mehreren Verurteilungen geführt", werden die Autoren des Berichts zitiert. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN