Treibt im Kanton Bern womöglich ein Kidnapper sein Unwesen? Innerhalb weniger Tage wurden zwei Schülerinnen unterschiedlicher Schulen von Männern angesprochen und aufgefordert, sie zu begleiten.

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13. Mai: Eine Zweitklässlerin der Vor- und Primarschule Neumatt in Belp (BE) wird "auf dem Dach der Aula von einem unbekannten Mann an der Schultasche gepackt". So wird zumindest in einem Elternbrief von dem vermeintlichen Vorfall berichtet. Anschliessend soll der Mann die Schülerin aufgefordert haben, ihn zu begleiten.

20. Mai: Eine siebenjährige Schülerin aus Kirchberg im Verwaltungskreis Emmental wird auf dem Schulweg von einem Autofahrer angehalten und nach einer Adresse gefragt. Auch sie soll anschliessend von dem ihr Unbekannten aufgefordert worden sein, in sein Fahrzeug zu steigen.

Schulen alarmieren die Eltern

Sowohl die Vor- und Primarschule Neumatt in Belp als auch die Schule in Kirchberg haben sich laut "20 Minuten" mit einem Brief an die Eltern der Schülerinnen und Schüler gewandt. Der Inhalt: Wie sollen sich Kindern fremden Personen gegenüber richtig verhalten?

Mit den Kindern im Unterricht besprochen wurde der Vorfall jedoch nur in Kirchberg. Warum sich die Vor- und Primarschule Neumatt dagegen entschieden hat? "Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf solche Schilderungen", sagt Schulleiter Daniel Kast. Er erachte es als sinnvoll, "dass die Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen".

Beide Vorfälle seien der Kantonspolizei Bern gemeldet worden. "Konkrete Hinweise für einen Zusammenhang der beiden Meldungen" gebe es laut einer Polizeisprecherin aber nicht. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN